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Aufsicht zieht Stecker bei dänischem Versicherer

Der Versicherer Gefion Insurance A/S wird abgewickelt. Die dänische Versicherungsaufsicht Finanstilsynet hat einen Sanierungsplan der Gesellschaft abgelehnt, da sie die Kapitalanforderungen nicht mehr erfüllen kann.

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Die dänische Versicherungsaufsicht Finanstilsynet (Danish Financial Supervisory Authority) hat nach eigenen Angaben dem Versicherer Gefion Insurance A/S die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb entzogen. Die auf Kraftfahrzeugpolicen spezialisierte Gesellschaft wird derzeit abgewickelt, da sie die Kapitalanforderungen der dänischen Behörden nicht mehr erfüllen kann. Gefion hatte die Erlaubnis, auch in Deutschland ihre Produkte zu vertreiben. Wegen des sogenannten Sitzlandprinzips hat die Finanstilsynet der deutschen Aufsicht Bafin den Entzug der Erlaubnis angezeigt.

Der Grund für die Unterdeckung des Versicherers sind offenbar dessen knapp kalkulierte Prämien, wie aus verschiedenen Medienberichten hervorgeht. Die dänische Versicherungsaufsicht hat wegen der finanziellen Probleme vor einigen Monaten einen Sanierungsplan von Gefion angefordert. Ende März hat sie den Plan abgelehnt, da der Versicherer nicht überzeugend nachweisen konnte, wie er die finanziellen Probleme in den kommenden sechs Monaten lösen wollte. Einen Antrag zur Verlängerung der Sanierungsphase von sechs auf neun Monate lehnte die Aufsicht ebenfalls ab. Gefion machte in Deutschland Ende 2019 von sich reden, da der Versicherer Schäden nur sehr langsam und verspätet oder auch gar nicht mehr über seinen deutschen Partner abwickelte. (jb)

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