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Compliance-Verstoß kostet Milliardenmanager den Job

Die BBC hat aufgedeckt, dass Mark Denning heimlich Aktien zu eigenen Zwecken gekauft hat – die allerdings auch in einigen der von ihm verantworteten Fonds enthalten sind. Das verstößt aber gegen die Richtlinien seines Arbeitgebers, der Capital Group.

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© Paolese / stock.adobe.com

Mark Denning war 36 Jahre lang beim US-amerikanischen Vermögensverwalter Capital Group angestellt und gehörte einem Team an, das für Fonds mit einem Volumen an Kundengeldern rund 265 Milliarden US-Dollar verantwortlich ist  Nach einem investigativen Bericht des britischen Fernsehsenders BBC musste Denning seinen Posten als Fondsmanager nun räumen. Die Journalisten hatten herausgefunden, dass Denning versteckt Aktien kaufte, berichten diverse Medien übereinstimmend, darunter die "Times"

Der Fondsmanager soll die betreffenden Anteilscheine – darunter Papiere eines medizinischen Forschungsunternehmen namens Mesoblast, einer indischen Filmfirma namens Eros International und eines Goldminenbeetreibers namens Hummingbird Resources – über ein geheimgehaltenes Lichtensteiner Investmentvehikel namens "Morebath Fund Global Opportunities" erworben haben. Das verstößt gegen den Ethikcode der Capital Group, heißt es in einer Stellungnahme der Vermögensverwalters. Dieser verlange, dass private Investments seiner Portfolioverantwortlichen stets offengelegt werden müssen, berichtet der Branchendienst "Citywire". Fünf Tage, nachdem die Capital Group von der BBC über den Fall informiert wurde, habe man Denning die Kündigung ausgesprochen.

Denning investierte in eine Medizin- und ein Filmunternehmen
Der ehemalige Milliardenmanager bestreitet die Vorwürfe bislang. Dokumente der BBC jedoch belegen Dennings Aktivitäten angeblich. Der Lichtensteiner Fonds hatte unter anderem in zwei Unternehmen investiert, die auch in von Denning zuvor gesteuerten Capital-Group-Fonds enthalten waren. (fp)

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