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Asset-Management-Industrie steuert auf Rekordjahr bei Übernahmen zu

In der Fondsbranche ist das Fusionsfieber ausgebrochen. Die Zahl der Zusammenschlüsse ist so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Auch das Transaktionsvolumen klettert markant, zeigen der Redaktion vorliegende Daten. Die Käufer zahlen zum Teil exorbitante Preise.

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Der Blick auf die Größe der Übernahmen und Fusionen offenbart für 2021 eine besonders rege Aktivität in zwei Klassen: In der Größenordnung bis 500 Millionen Dollar sowie einer bis fünf Milliarden Dollar Kaufpreis summiert sich das Volumen auf jeweils etwas mehr als 20 Milliarden Dollar. In der kleinsten Kategorie kam es zu 1.002 Übernahmen. Megadeals mit mehr als fünf Milliarden Dollar Volumen gab es laut Refinitiv nur zwei.
© FONDS professionell

Die Zahl der Übernahmen und Fusionen unter Fondsanbietern steht vor einem Rekordhoch. Bis Ende November 2021 kam es weltweit zu 1.021 Zusammenschlüssen – so viele wie noch nie in den vergangenen zehn Jahren. Dies zeigen Daten des Analysehauses Refinitiv, welche die zur London-Stock-Exchange-Gruppe gehörende Gesellschaft zusammengestellt hat. Demnach hatte die Zahl der Übernahmen und Fusionen im Jahr 2013 mit 534 Zusammenschlüssen einen Tiefpunkt erreicht und war seither mehr oder weniger kontinuierlich angestiegen – klicken Sie durch die Grafiken oben.

Auch das Transaktionsvolumen steuert 2021 auf einen Rekordwert zu, zeigt die Aufstellung von Refinitiv. So legten Käufer für Asset Manager und Investmentboutiquen rund um den Globus bis Ende November zusammengenommen rund 60,6 Milliarden US-Dollar (54 Mrd. Euro) auf den Tisch. Dies ist deutlich mehr als im gesamten Vorjahr mit 50 Milliarden Dollar (44 Mrd. Euro). Lediglich im Ausnahmejahr 2014 lag das Dealvolumen mit 75 Milliarden Dollar (66 Mrd. Euro) noch höher, da hier zwei Übernahmen in Fernost die Summe in die Höhe trieben.

Geld sitzt locker
Neben der gesteigerten Zahl an abgeschlossenen Kaufverträgen dürfte aber auch die Preisentwicklung das Dealvolumen aufgebläht haben. Ein Beispiel: Der amerikanische Asset-Management-Riese T. Rowe Price kündigte Ende Oktober den Kauf der auf alternative Investments spezialisierten Anbieter Oak Hill Advisors aus New York an. Das Fondshaus zahlt 4,2 Milliarden Dollar für die auf Kredite spezialisierte Gesellschaft, die gerade einmal 53 Milliarden Dollar verwaltet. Zum Vergleich: Morgan Stanley legte vor einem Jahr sieben Milliarden Dollar für das Haus Eaton Vance auf den Tisch, das 500 Milliarden Dollar verwaltet.

Branche boomt derzeit
Die forcierte Konsolidierung kommt nicht von ungefähr. Die finanzielle Lage der meisten Asset Manager ist blendend. Verwaltetes Vermögen, Erlöse und Gewinne klettern. Aus dem Corona-Crash gingen sie dank der markanten Markterholung gestärkt hervor. Die komfortable Lage nutzen einige Gesellschaften, um das Wachstum voranzutreiben – per Übernahmen. "Die guten Ergebnisse in der Branche führen dazu, dass Asset Manager ihre Gewinne stärker reinvestieren", formuliert es Amanda Walters von der auf die Fondsbranche spezialisierten Unternehmensberatung Casey Quirk.

Skaleneffekte heben, um für magere Zeiten gerüstet zu sein
Damit wollen sich die Fondsanbieter auch für weniger rosige Zeiten rüsten. Denn nach goldenen Jahren drohen sinkende Gebühren, steigende Kosten und dringend anstehende Investitionen in die Digitalisierung, die die hohen Margen schmälern. Durch die Zusammenschlüsse bauen die Asset Manager ihr verwaltetes Vermögen aus, was Skaleneffekte einbringen soll, so das Kalkül. Durch die Übernahme von Spezialisten-Boutiquen wiederum versuchen die Fondsanbieter, lukrative Nischen, etwa bei alternativen Investments, zu besetzen. (ert)

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