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Arbeitszeiten von Investmentbankern: Wer bleibt am längsten im Büro?

Auch wenn ständige Überarbeitung eine anerkannte Todesursache ist: Aufgrund des Zeitdrucks, beispielsweise bei Fusionen und Übernahmen oder bei der Analyse neuester Quartalszahlen für die institutionelle Kundschaft, müssen Banker oftmals "etwas" länger im Büro bleiben. Diese Stunden wurden gerankt.

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© nnudoo / stock.adobe.com

Überlange Arbeitszeiten schaden der Gesundheit. Das weiß man spätestens, seitdem Todesfälle aus den USA und Japan bekannt wurden. Insbesondere Investmentbanker sind hier eine gefährdete Spezies – auch in Europa. Immerhin musste bei Goldman Sachs in Frankfurt vor einigen Jahren schon einmal ein junger Mitarbeiter um 2.30 Uhr nachts mit dem Krankenwagen abgeholt werden, wie das Finanz-Karriereportal "Efinancialcareers" schreibt.

Allerdings steht die US-Bank laut einer Erhebung der US-Website Wall Street Oasis für das Jahr 2018, auf die das Portal verweist, mit einer Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 74,5 Stunden nicht an der Spitze des Rankings der Banken mit den längsten Arbeitszeiten. Hier finden sich die Boutiquen Evercore mit 80,6, Moelis mit 83,6 und die russische VTB mit 85 Stunden (siehe Tabelle).

Kürzeste Arbeitszeiten bei Crédit Agricole
Dagegen scheinen viele europäische oder deutsche Institute wahre Arbeitsnehmerparadiese zu sein, wie Efinancialcareers weiter schreibt. Die Commerzbanker arbeiten im Schnitt 65 Stunden, die Mitarbeiter der Berenberg Bank 66,7 – wenngleich letztere im Vergleich zu 2017 über vier Stunden mehr ran müssen. Banker, die noch weniger schuften wollen, sollten sich bei der Crédit Agricole (54,3 Stunden) oder der Royal Bank of Scotland (60,7 Stunden) bewerben. 

Efinancialcareers merkt zu der Erhebung aber an, dass diese nicht überbewertet werden dürfe. So sei unklar, ob die Umfrage repräsentativ sei und ob sie nicht eher die Verhältnisse in den Vereinigten Staaten beschreibe, in denen Wall Street Oasis zuhause ist, und nicht die europäischen Gepflogenheiten. (jb)

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