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Amundi steigert Gewinn – trotz Milliardenabflüssen

Anleger zogen im ersten Halbjahr unter dem Strich 11,7 Milliarden Euro aus dem Sortiment des französischen Fondshauses Amundi ab. Den Umsatz konnte die Gesellschaft dennoch stabil und die Kosten um Zaum halten. So blieb am Ende eine Gewinnsteigerung.

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© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Die französische Fondsgesellschaft Amundi hat im ersten Halbjahr 2019 den bereinigten Nettogewinn um fast drei Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres auf 505 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz ging leicht um 0,6 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro zurück, teilte der größte börsennotierte Asset Manager Europas mit.

Aufgrund der Unsicherheit an den Märkten hatten Anleger 11,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr von dem Fondshaus abgezogen. Die Abflüsse betrafen vor allem kurzfristige, geldmarktnahe Portfolios, betont die Gesellschaft. Die Nettomittelabzüge bezifferten sich hier auf 13,4 Milliarden Euro. Aufgrund der guten Marktentwicklung stieg das insgesamt verwaltete Vermögen von Ende Dezember 2018 um 4,3 Prozent auf 1,49 Billionen Euro per Ende Juni 2019.

Kosten im Zaum
Den Fonds und Mandaten mit langfristigem Anlagehorizont, bei denen sich gewöhnlich höhere Margen erzielen lassen, vertrauten Anleger hingegen acht Milliarden Euro an. Allerdings hatte ein namentlich nicht genannter institutioneller Kunde aus Italien im ersten Quartal ein Mandat mit einem Volumen von 6,3 Milliarden Euro zurückgezogen. Somit stand schlussendlich ein Nettomittelaufkommen bei langfristigen Strategien von 1,7 Milliarden Euro zu Buche.

Weiterhin gab Amundi an, in die Erweiterung des Geschäfts zu investieren. Die dadurch gestiegenen Kosten wurden durch Synergien, welche die Integration von Pioneer Investments einspielten, wieder ausgeglichen. Der französische Fondsriese hatte im Sommer 2017 die Übernahme des zur Unicredit zählenden Asset Managers abgeschlossen. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio, CIR) blieb stabil bei 51 Prozent.

"Solides Geschäftsmodell"
"Amundi hat über das erste Halbjahr 2019 bewiesen, wie solide sein Geschäftsmodell ist", lässt sich Vorstandschef Yves Perrier in der Mitteilung zitieren. Die Kennzahlen hätten sich verbessert und lägen im Plan. "Die gestiegene Profitabilität zeigt, wie robust sich das Geschäft und die Margen in einem schwierigen Umfeld behaupten", so Perrier. Zudem offenbarten sich nun gänzlich die Synergie-Effekte der Pioneer-Übernahme. (ert)

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