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Allianz und Co. preschen mit Net-Zero Asset Owner Alliance vor

Die weltweit größten Pensionsfonds und Versicherer haben sich Anfang der Woche im Rahmen des Bündnisses Net-Zero Asset Owner Alliance in New York dazu verpflichtet, ihre Anlageportfolios in Höhe von 2,4 Billionen US-Dollar bis 2050 klimaneutral zu stellen. Die Allianz ist einer der Initiatoren.

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Große Kapitalsammelstellen setzen die ihnen anvertrauten Gelder für ihrer Ansicht nach positive Ziele ein.
 
© Allianz

Großanleger setzen ein Zeichen und initiierten die neue, von der UNO gestützten Net-Zero Asset Owner Alliance. Im Rahmen des Klimabündnisses  wollen alle Asset Owner ihre rund 2,4 Billionen US Dollar bis 2050 „klimaneutral“ stellen. Die Allianz Gruppe ist einer der zentralen Initiatoren der Net-Zero Asset Owner Alliance und leistet laut eigenen Angaben einen maßgeblichen Beitrag hierzu.

Die Verpflichtung wurde am 23. September 2019 auf dem Klimagipfel des UN-Generalsekretärs in New York vorgestellt. Vertreter von Regierungen, Unternehmen und aus der Gesellschaft kamen hier zusammen, um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens weiter voranzutreiben.

Asset Owner sind laut Allianz-Definition Kapitalsammelstellen der Altersvorsorge und Versicherungsgesellschaften und haben den Auftrag, die Prämien ihrer Kunden verantwortungsbewusst und nachhaltig anzulegen. Gemeinsam verfügen sie über einige der größten Kapitalpools weltweit. Beide diversifizieren ihre Anlageportfolios in allen Sektoren der Weltwirtschaft.

Dekarbonisierung ist auch eine Chance
Mit der Net-Zero Asset Owner Alliance setzen sich Investoren gezielt für den Schutz der Menschen und des Planeten ein. Denn Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle dekarbonisieren, tragen am stärksten zur Senkung der weltweiten CO2-Emissionen bei. Gleichzeitig können sie am meisten von den Chancen des Klimawandels profitieren.

„Entschlossenes Handeln im Klimaschutz lässt sich nicht über kurzfristige Ziele definieren. Wir müssen eine langfristige Perspektive haben. Ich begrüße die Führungsrolle der Investoren der Net-Zero Asset Owner Alliance. Ihr Engagement ist ein starkes Signal, dass Finanzmärkte und Investoren der Wissenschaft zuhören und uns auf einen Weg der Resilienz und Nachhaltigkeit führen“, erklärt Inger Andersen, Exekutivdirektorin des UN-Umweltprogramms (UNEP).

Verantwortungsbewusste Asset Owner seien sich der disruptiven Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft und Gesellschaft bewusst und seien damit wichtige Akteure in der Bekämpfung des Klimawandels und zur Begrenzung des Anstiegs der globalen Temperatur auf nicht mehr als 1,5°C Erwärmung.

Prominente Namen
Als langfristig orientierte Investoren wollen Asset Owner sicherstellen, dass die Weltwirtschaft floriert, klimabedingte Risiken reduziert werden und dass Chancen für Investitionen in eine emissionsarme Zukunft genutzt werden. Die Net-Zero Asset Owner Alliance wurde Anfang 2019 von der Allianz, der Caisse des Dépôts, der Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ), der Folksam Group, PensionDanmark und der Swiss Re initiiert. Seitdem sind Alecta, AMF, CalPERS, Nordea Life and Pension, Storebrand und Zurich als Gründungsmitglieder beigetreten.

Die Net-Zero Asset Owner Alliance, die von der Finanzinitiative der UNEP und den Principles for Responsible Investment (PRI) einberufen ist, wird ebenfalls vom WWF unterstützt und ist Teil der Mission 2020-Kampagne, einer Initiative unter der Leitung von Christiana Figueres, der ehemaligen Exekutivsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC).

„Es ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, den Klimawandel zu bekämpfen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen gemeinsam handeln, um schädliche Klimagase zügig zu reduzieren. Wir Asset Owner nehmen unsere Verantwortung ernst und steuern im Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, auf kohlenstoffarme Geschäftspraktiken hin. Wir haben damit bereits begonnen und werden unsere Portfolios bis 2050 klimaneutral stellen", sagte Oliver Bäte, CEO der Allianz SE.

Allianz sucht Kooperation
Die Mitglieder der Net-Zero Asset Owner Alliance werden mit den Unternehmensdialogen unmittelbar beginnen, um sicherzustellen, dass die investierten Unternehmen ihre Geschäftsmodelle dekarbonisieren. Initiativen wie die Kampagne des UN Global Compact "Business Ambition for 1.5°C - Our Only Future" werden dabei ein Partner bei der Mobilisierung von Unternehmen sein, sich zu Netto-Null-Emissionen zu verpflichten. Das Bündnis wird auch mit anderen Initiativen zusammenarbeiten, wie der Investor Agenda, der Science Based Targets Initiative, der Climate Action 100+ und der neu angekündigten 2050 Ambition Alliance.

Die Mitglieder der Net-Zero Asset Owner Alliance werden regelmäßig über ihre Fortschritte berichten und ihre Zwischenziele zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens (Artikel 4.9) veröffentlichen. Indem sie sich verpflichten, ihre Anlageportfolios bis 2050 auf Netto-Null-Treibhausgasemissionen umzustellen, setzen die Asset Owner starke Impulse für andere Investoren, Branchenverbände und die Weltwirtschaft.

„Die Net-Zero-Alliance zeigt, dass der Zusammenschluss von institutionellen Investoren eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielt. Für Investoren wie CDPQ gibt es viele Möglichkeiten, durch Investitionen in kohlenstoffarme Lösungen Renditen zu erzielen und mit Portfoliounternehmen bei der Dekarbonisierung zusammenzuarbeiten", sagte Michael Sabia, CEO von CDPQ. „Zusammen mit den notwendigen Änderungen in der Politik werden die Maßnahmen der Investoren einen echten Wandel in jedem Sektor bewirken."

Um eine noch größere Wirkung zu erzielen, ermutigen die bestehenden Net-Zero Asset Owner Alliance-Mitglieder aktiv andere Asset Owner, sich der Dekarbonisierung von Investmentportfolios anzuschließen. (aa)

 

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