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Allianz-Tochter nimmt Kosten für Research unter die Lupe

Mehr als ein halbes Jahr ist die Finanzmarktrichtlinie Mifid II nun schon in Kraft. Doch das Regelwerk hält die Branche weiterhin auf Trab. So verhandelt die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors weiterhin darüber, wer ihre "Studiengebühren" begleicht.

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© Eisenhart / stock.adobe.com

Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) lässt nicht locker: Sie verhandelt unverändert mit Investmentbanken und Research-Anbietern über die Preise für Analysen. Dies sagte Andreas Utermann dem Branchendienst "Financial News". "Wir sind nach wie vor in einer Phase, in der wir die Preise ausloten", so der Vorstandschef der Allianz-Tochter.

Seit Inkrafttreten der Finanzmarktrichtlinie Mifid II müssen Dienstleister die Kosten für Aktienanalysen oder volkswirtschaftliche Studien bekanntermaßen gesondert ausweisen. Zuvor verrechneten Investmentbanken oder Broker die Research-Gebühren mit Handelsaufträgen. Die überwiegende Mehrheit der Fondsanbieter hat sich dazu entschlossen, die Gebühren für Studien auf die eigene Kappe zu nehmen und Kunden zu verschonen.

Extern abbestellen und intern aufrüsten
Da Asset Manager die Studien bislang in den Gegengeschäften praktisch umsonst erhielten, musste die Branche zunächst einmal einen Preis für diese Dienstleistung aushandeln. Manche Investmentbanken oder Broker gingen offenbar mit utopischen Summen in die Preisverhandlungen. Doch zum Jahresende einigten sich dann viele Fondsanbieter mit den Research-Anbietern. Und es gibt sogar einen Gegenbewegung: Andere erwägen, interne Analyse-Kapazitäten aufzustocken.

Die Fondstochter der Allianz nimmt sich aber noch Zeit. Das Haus sei unverändert unschlüssig darüber, wieviel Research sie überhaupt benötige. Die Portfoliomanager des Hauses hätten zwar seit Jahresbeginn weniger Studien abonniert. Dennoch prüfe die Gesellschaft, welches Research sie weiterhin erhalten möchte – und wieviel AGI dafür zahlen möchte. Die Investmentbanken sind offenbar bereit, weiter zu verhandeln. "Noch hat uns kein großer Anbieter fallengelassen", sagte Utermann "Financial News" zufolge. (ert)

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