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Allianz stellt bei ihrer Pensionskasse APK Teil des Neugeschäfts ein

Die Allianz Pensionskasse (APK) hat das Neugeschäft partiell eingestellt: Journalisten und andere Medienschaffende können keine neuen bAV-Verträge mehr über die Presse Pensionskasse abschließen, die Teil der APK ist. Grund der Maßnahme sind die hartnäckig niedrigen Zinsen.

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Die Allianz Pensionskasse (APK) lehnt bei einem Teil ihrer Firmenkunden Neugeschäfte ab. Medienunternehmen, die ihren Mitarbeitern über die zur APK gehörenden Presse Pensionskasse eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) anbieten, dürfen keine neuen Verträge mehr abschließen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Bestehende Verträge der Presse Pensionskasse sind davon nicht betroffen, heißt es dort weiter – ebenso wenig die rund 20.000 Zeitungsjournalisten, die im tarifvertraglich vereinbarten "Versorgungswerk der Presse" bei Allianz, HDI, Axa und R+V abgesichert sind.

Die APK sorgt als Teil des Allianz-Konzerns nicht für Betriebsrenten der Angestellten des Versicherers selbst. Sie versichert vielmehr Angestellte von kleinen und mittelgroßen Unternehmen, denen die Allianz Lösungen für eine bAV verkauft hat. Dazu zählen auch Medienschaffende, die über die AKP oder die Presse Pensionskasse abgesichert sind.

Niedrige Zinsen
Als Begründung für die Einstellung des Neugeschäfts nennt die Allianz Pensionskasse gegenüber der SZ die niedrigen Zinsen. Diese erschweren den Anbietern von jedweden Altersvorsorgelösung die Erwirtschaftung einer auskömmlichen Rendite. Zuletzt machte der Fall der Sparkassen Pensionskasse in dem Zusammenhang Schlagzeilen, weil Versicherer aus dem Sparkassenlager und die Deka zusammen 280 Millionen Euro aufbringen müssen, um das Vorsorgewerk zu stützen.

Die APK ist nicht einzige Pensionskasse, die ihr Neugeschäft eingestellt hat, aber nach Angaben der SZ mit 816.000 Beitragszahlern eine der größten offenen Pensionskassen in Deutschland, die für verschiedene Unternehmen die bAV übernehmen. Viele solcher offenen Pensionskassen sind 2002 und 2003 gegründet worden. Damals war der Anspruch aller Angestellten auf eine betriebliche Altersversorgung durch eine sogenannte Entgeltumwandlung gesetzlich festgelegt worden. Doch der Anfangsboom der offenen Pensionskassen ist schon lange vorbei, so die SZ.

Knapp 100 Euro Rente im Monat
Aktuell beziehen 32.000 Ruheständler von der APK eine Betriebsrente. Sie erhalten zusammen 36,5 Millionen Euro im Jahr. Die Zusatzrente liegt im Schnitt also knapp unter 100 Euro im Monat, wie die Zeitung vorrechnet. Die Allianz Pensionskasse erzielte 2019 Beitragseinnahmen von 630 Millionen Euro. Davon stammten rund vier Millionen Euro aus der Presse Pensionskasse. (jb)

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