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Allianz meldet gute Zahlen, aber Rentenspezialist Pimco ist Sorgenkind

Während der Versicherungsriese für das zweite Quartal gute Zahlen meldet, sorgt die Zinswende dafür, dass Investoren von der Fondstochter Pimco Gelder abziehen. Eine relativ gute Performance der Pimcofonds sollte aber zukünftig wieder für Zuflüsse sorgen, sobald mehr Ruhe am Rentenmarkt einkehrt.

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© Martin Leissl / Bloomberg

Die Allianz SE konnte im zweiten Quartal dank ihrem Schaden- und Unfallgeschäft höhere Gewinne melden. Die Fondsmanagementtochter Pacific Investment Management Co., alias "Pimco", verzeichnete allerdings das zweite Quartal in Folge hohe Abflüsse aus dem verwalteten Vermögen von Drittkunden. Darüber berichtet Bloomberg unter Berufung auf Unternehmensangaben.

Fast 29 Milliarden Euro an Abflüssen
Investoren zogen in den drei Monaten bis Juni 28,7 Milliarden Euro von Pimco ab, so die Allianz in einer Präsentation am Freitag. Im letzten Quartal hatte Pimco die ersten Abflüsse seit dem Ausbruch der Pandemie verbuchen müssen. Das verwaltete Vermögen für Dritte sank unter Berücksichtigung von Markt- und Währungsschwankungen auf 1,39 Billionen Euro, verglichen mit 1,45 Billionen Euro per Ende März.

Die Abflüsse setzten sich auch im zweiten Quartal fort, sagte Giulio Terzariol, Chief Financial Officer der Allianz, in einem Interview mit Bloomberg TV. Sobald sich die Zinssituation “stabilisiert, werden all diese Abflüsse zu Zuflüssen werden”, fügte er hinzu.

Anleihen sind derzeit nicht en vogue
Die Allianz setzt auf ihr Asset Management, um ihre Geschäftsbasis über das traditionelle Versicherungsgeschäft hinaus zu verbreitern. Der Anleihegigant Pimco kämpft allerdings seit Jahresanfang mit dem weltweiten Ausverkauf von festverzinslichen Wertpapieren. Hohe Inflation und die geldpolitische Straffung durch die Notenbanken als Reaktion darauf treiben Investoren aus der Assetklasse. Zinserhöhungen schüren zudem Rezessionsängste und die Sorge, dass manche Unternehmen ihre Schulden nicht zurückzahlen können.

“Pimco befindet sich im Auge des Fed-Sturms und wird am Ende wahrscheinlich ein viel kleineres Unternehmen sein”, sagt Eric Balchunas, Analyst bei Bloomberg Intelligence. “Wobei es schlimmer sein könnte: einige seiner Fonds zeigen eine überdurchschnittliche Performance, was helfen könnte, wenn die Investoren wieder zurückkommen”, fügte er hinzu.

Pimco leidet seit zwei Quartalen unter Abflüssen

Mutterkonzern besser als erwartet
Der operative Gewinn der Allianz stieg im zweiten Quartal stärker als erwartet auf 3,5 Milliarden Euro. Das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft profitierte von verbesserten Zeichnungs- und Anlageergebnissen, während die Erträge in der Lebensversicherung und des Asset Managements den Gesamtgewinn belasteten. Das Ziel für den operativen Gewinn 2022 wurde mit 13,4 Milliarden Euro bestätigt, plus oder minus 1 Milliarde Euro. 

Terzariol sagte, die Allianz könnte in den nächsten sechs bis zwölf Monaten einen weiteren Aktienrückkauf in Erwägung ziehen. “Zum jetzigen Zeitpunkt könnten Rückkäufe sogar eine bessere Idee sein als Fusionen und Übernahmen”, sagte er.

Die Allianz wird schließlich auch einen Verlust von etwa 400 Millionen Euro aus dem Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an ihrem russischen Geschäft hinnehmen müssen, der Teil eines Rückzugs aus dem Land im Zuge des Ukraine-Kriegs ist, wie das Unternehmen zuvor mitteilte. (aa)

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