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Allianz Global Investors will nach China expandieren

Die Fondstochter des Versicherungsriesen büßte nach dem Hedgefonds-Debakel ihr US-Geschäft ein. Nun steht Medienberichten zufolge die Ausweitung des Asiengeschäfts im Fokus. Gespräche mit chinesischen Partnern laufen offenbar.

Zentrale von Allianz Global Investors in Frankfurt
© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Allianz Global Investors sucht in China einen Partner. Dies berichten übereinstimmend mehrere Medien und berufen sich dabei auf Insider. Die Fondstochter des Versicherungsriesen führt dafür offenbar Gespräche, die sich aber noch in einem frühen Stadium befänden. Denkbar sei etwa ein Joint-Venture mit einer chinesischen Bank zum Vertrieb von Fonds, heißt es. Der chinesische Asset-Management-Markt wächst stark und eröffnet erhebliches Potenzial. Doch zugleich gilt er als schwierig zu besetzen.

Zwar hat Chinas Regierung nach und nach die Restriktionen gelockert. So durften ausländische Gesellschaften lange Zeit nur in einem Joint-Venture als Juniorpartner agieren. Seit 2015 können ausländische Firmen eigene Ableger gründen, sogenannte Wholly Foreign-owned Enterprises (WFOE). Den Fondsmarkt öffnete Peking 2019 weiter mit der Zulassung ausländischer Akteure. Dennoch gilt eine lange Präsenz in der Volksrepublik und die Partnerschaft mit einem lokalen Institut als wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Vertrieb.

Begrenzte Auswahl
Die Zahl potenzieller Partner in China wird jedoch rar. Viele Asset Manager haben bereits versucht, in der Volksrepublik Fuß zu fassen und Kooperationen mit lokalen Akteuren zu schließen. Neben den Branchengrößen Fidelity, Goldman Sachs, J.P. Morgan Asset Management oder Blackrock und Schroders ist etwa auch Union Investment, der zentrale Fondsanbieter der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, über ein Joint Venture mit der Bank of East Asia (BEA) in Hongkong vertreten.

Auch die Allianz ging mit China Pacific Insurance ein Joint Venture für einen Fondsmanager ein. Die Münchner halten daran aber nur einen Anteil von 49 Prozent. Der Nachrichtenagentur "Reuters" zufolge erwägt die Allianz aber die Gründung einer eigenen Gesellschaft in Form eines WFOE und will sich dabei aber auf lokale Vertriebspartner stützen. Kandidaten seien die Industrial Bank und die China Citic Bank.

Asien statt USA
Für die Allianz kann sich die Expansion nach China ein Ausgleich für das verlorene US-Fondsgeschäft erweisen. Allianz Global Investors hatte ihr US-Geschäft an Voya Investment Management verkaufen und Milliardensummen für Vergleiche und Strafen zurücklegen müssen. Grund war das Debakel um Hedgefondsstrategien. Ermittler werfen drei Portfoliomanagern vor, Zahlen geschönt zu haben. Die kalifornische Allianz-Tochter Pimco blieb von dem Drama unberührt. (ert)

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