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Allianz entlässt Fondsmanager nach Milliardenklagen

Die Verluste einiger Hedgefonds im Laufe des Corona-Crashs im Frühjahr 2020 kosteten einigen der verantwortlichen Fondslenker nun den Job. Darunter sind auch bekannte Namen.

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© Miljan Živković / stock.adobe.com

Der deutsche Versicherer Allianz SE respektive die Fondstochter Allianz Global Investors hat zwei Fondsmanager, die hinter seinen zusammengebrochenen Structured-Alpha-Hedgefonds in den USA standen, entlassen. Das geht aus regulatorischen Unterlagen sowie Angaben aus informierten Kreisen hervor, berichtet Bloomberg News.

Die Investmentprofis sollen  Allianz Global Investors bereits vor etwa zwei Monaten verlassen haben. Zur Erinnerung: Die betroffenen Fonds waren bei den Marktverwerfungen zu Beginn der Pandemie in Schieflage geraten und später abgewickelt worden. Nach Investorenklagen hat die Allianz bereits 3,7 Milliarden Euro für den Fall zurückgelegt.

Zu den entlassenen Managern gehört Greg Tournant, wie aus Unterlagen der US-Finanzaufsicht hervorgeht. Er wurde in früherem Marketingmaterial von AGI als Chief Investment Officer US Structured Products und als Lead Portfolio Manager geführt. 

Tournant wurde offiziell “wegen Verstoßes gegen Firmen-Vorschriften entlassen, die darauf abzielen, die Einhaltung von Branchenvorschriften und -standards in Bezug auf die Vorbereitung und Bereitstellung von Kundenkommunikationen sicherzustellen”, heißt es in den US-Dokumenten.

Ebenfalls seit Dezember steht den Dokumenten zufolge mit Stephen Bond-Nelson ein weiterer bei Structured Alpha involvierter Fondsmanager nicht mehr in den Diensten von AGI. Zu finden ist der Vermerk, dass er “wegen Verstoßes gegen die Compliance-Richtlinien des Unternehmens entlassen wurde”.

Ein dritter Fondsmanager, Trevor Taylor, hat AGI im Dezember ebenfalls verlassen, wie es aus den Kreisen hieß.

Investorenklagen, behördliche Untersuchung
Im Structured-Alpha-Fall sieht sich die Allianz mit Klagen von Investoren konfrontiert, die früheren Angaben zufolge angeblich Verluste von sechs Milliarden Euro erlitten haben. In einem Großteil dieser Fälle wurden inzwischen Vergleiche erzielt, wie die Allianz am Freitag erklärte. Daneben gibt es noch mehrere Behörden-Untersuchungen, unter anderem durch das US-Justizministerium.

Allianz hatte im Oktober nach Bekanntwerden der sich ausweitenden Probleme mit Structured Alpha ihren Lebensversicherungsmanager Andreas Wimmer zum neuen Leiter des Asset Managements gemacht. Er folgte auf Jackie Hunt. Wimmer sagte im Januar in einem Interview, die Angebote von AGI seien in jüngster Zeit zurückgefahren worden. (aa)

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