Allianz bekommt neuen Asset Manager
Die Allianz stärkt ihr Asiengeschäft und kauft über Allianz Global Investors den Asset Manager von United Overseas Bank (UOB). Damit erhalten die Münchener Zugang zu einem breiten Vertriebsnetz in Asien.
Eckpunkte:
- Der Versicherungsriese Allianz stärkt das Asset Management in Asien
- Allianz Global Investors kauft den Asset Manager von United Overseas Bank (UOB)
Allianz Global Investors hat den Kauf des Asset-Managers der singapurischen United Overseas Bank (UOB) vereinbart. Damit wird der zweite größere Deal in der Region bekannt. Bereits am 24. Juli hatte Allianz den Erwerb der Versicherungssparte von HSBC Holdings in Singapur für 2,7 Milliarden Singapur-Dollar angekündigt. Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte treibt so die Expansion in Asien voran. Darüber informiert Bloomberg News.
Allianz Global Investors zahlt laut einer Mitteilung vom Mittwoch 555 Millionen Singapur-Dollar (375 Millionen Euro) ohne einmalige Transaktionskosten für UOB Asset Management. Die Bekanntgabe bestätigt einen früheren Bericht von Bloomberg News. Auch Amundi, KKR und Seviora von Temasek Holdings Pte gehörten zu den Bietern.
Zwei Ziele
Die Transaktion mit UOB passt zu zwei strategischen Zielen von Bäte: Wachstum in Asien und ein stärkeres Engagement im Asset Management. Allianz hat zudem vor Kurzem Schritte unternommen, die verbliebenen Minderheitsanteile des Anleihehauses Pacific Investment Management Co, kurz Pimco, zu übernehmen. Der US-Vermögensverwalter steht seit mehr als 25 Jahren unter Kontrolle des Konzerns.
UOB-Einheit bietet Zugang zu breitem Vertriebsnetz
Die vollständig zur UOB gehörende Asset-Management-Einheit verwaltete Ende 2025 Vermögen im Umfang von rund 42 Milliarden Singapur-Dollar. Durch den Kauf erhält Allianz Global Investors Zugang zum Vertriebsnetz von UOB in acht asiatischen Märkten, darunter Singapur, Indonesien, Thailand und Vietnam. Alle 500 Beschäftigten von UOB Asset Management wechseln zu Allianz. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen für 2027 erwartet.
„UOB Asset Management ist einer der führenden Asset Manager in Südostasien und verfügt über hoch angesehene Investmentkompetenzen und ein starkes Vertriebsnetz. Die Einbindung der komplementären südostasiatischen Investmentexpertise in unsere globale Plattform wird unser gemeinsames Angebot stärken und unser Wachstum in dieser dynamischen Region erheblich beschleunigen", erklärt Tobias C. Pross, Chief Executive Officer von AllianzGI, um anzumerken: "Diese Transaktion untermauert unser langfristiges Vorhaben, die Verfügbarkeit unserer Investmentprodukte in Südostasien weiter auszubauen, und verschafft uns eine verbesserte Marktpräsenz sowie neue Möglichkeiten, einen größeren Kundenstamm anzusprechen. Dank unserer gestärkten regionalen Präsenz werden wir in der Lage sein, ein noch breiteres Spektrum von Anlegern zu bedienen und ihnen Zugang zu einer größeren Auswahl an innovativen Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgelösungen zu bieten, die ihnen helfen, ihre Anlageziele zu erreichen."
Allianz Global Investors verwaltete Ende März nahezu 600 Milliarden Euro. Dazu zählen Aktien-, Anleihe-, Private-Market- und Multi-Asset-Strategien. Pimco betreut zuletzt rund 1,6 Billionen Euro für externe Kunden. (aa)

