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Aberdeen übernimmt Pensionsplan der Stagecoach Group

Der britische Busbetreiber überträgt die Verantwortung für die Pensionen von 22.000 Rentnern und Anwärtern an den Asset Manager. Der Pensionsplan wird als sogenanntes Run-on-Modell geführt. Aberdeen vergrößert damit sein verwaltetes Vermögen um 1,2 Milliarden Pfund.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com / stock.adobe.com

Der britische Vermögensverwalter Aberdeen übernimmt den Pensionsplan der Stagecoach Group, dem größten Busbetreiber des Landes. Der Pensionsplan mit dem Namen SGPS hat über 22.000 Mitglieder und wird künftig als sogenanntes Run-on-Modell geführt. Das bedeutet, dass er keine weiteren Mitglieder aufnimmt, aber alle bestehenden Renten- und Anwartschaftsverpflichtungen übernimmt, bis der letzte Anspruch ausgezahlt ist.

Aberdeen ist künftig für die Finanzierung des Plans und die Verwaltung der Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Milliarden britischen Pfund verantwortlich. Der Vermögensverwalter erhält einen Minderheitsanteil an künftig ausgeschütteten Überschüssen, während der Hauptteil zugunsten der Mitglieder verwendet wird. Alle Aspekte unterlägen strengen Auflagen zur Sicherung der finanziellen Stabilität, teilte Aberdeen mit. SGPS sei solide finanziert, sodass die Transaktion keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kapitalausstattung der Aberdeen-Gruppe habe.

"Innovative Transaktion"
Aberdeen bezeichnet die Transaktion als "innovativ". Sie unterstütze das Ziel der Stagecoach Group, ihr Geschäft durch die Bereinigung der Vereinbarungen mit dem SGPS zu vereinfachen, und stellt sicher, dass die Interessen der Mitglieder des Pensionsplans und der Aberdeen-Gruppe eng aufeinander abgestimmt sind.

Die Maßnahme folgt auf die Entscheidung der Aberdeen-Gruppe zu Beginn des Jahres, ihr eigenes leistungsbezogenes Pensionssystem (Defined-Benefit-Pensionssystem, DB) mit einem Volumen von 2,6 Milliarden Pfund fortzuführen und den Überschuss zum Nutzen des Unternehmens und der Mitglieder des Systems freizugeben. Sie unterstreiche zudem die Kompetenz von Aberdeen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung, insbesondere vor dem Hintergrund, dass zunehmend DB-Pensionssysteme ihre zukünftige Ausrichtung prüfen. Aberdeen stärke mit der Transaktion seine Anlageplattform. Mit einem weltweit verwalteten Vermögen von mehr als 200 Milliarden Pfund für Pensions- und Versicherungskunden sei Aberdeen gut aufgestellt, um durch breit diversifizierte Anlagen Mehrwert zu generieren.

Mitglieder des SGPS erhielten eine zusätzliche Rentenerhöhung von rund 1,5 Prozent zu Beginn, was einer sofortigen Zuweisung von mehr als 50 Millionen Pfund entspreche, hieß es in der Mitteilung. Zudem eröffneten sich durch die neue Struktur Perspektiven für zukünftige Rentenerhöhungen. (dv)

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