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Zu viele weiße Männer: Goldman Sachs setzt bei Diversität auf Quoten

Die US-Investmentbank Goldman Sachs will bunter werden: Künftig sollen für alle offene Stellen mindestens zwei Bewerber interviewt werden, die nicht dem Bild des "weißen Mannes" entsprechen.

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© michaeljung / stock.adobe.com

Einheitsbrei ist David Solomon, dem neuen Vorstandschef der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, ein Dorn im Auge – zumindest, wenn es um die eigene Belegschaft geht. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) berichtet, will Solomon das Auswahlverfahren für Führungspositionen im Unternehmen umstellen, um mehr Vielfalt zu schaffen. So sollen die Manager der Bank künftig dazu verpflichtet sein, für offene Stellen mindestens zwei Bewerber zu interviewen, die einer Minderheit angehören.

Es sei wichtig, dass Minderheiten künftig auf allen Führungsebenen stärker vertreten sind, zitiert die NZZ aus einem Schreiben an die Belegschaft, das Solomon zusammen mit seinen Geschäftsleitungskollegen John Waldron und Stephen Scherr verfasst hat. Auch bei der Auswahl von Bewerbern für Analysten- und Associates-Stellen setzt sich die Chefriege für mehr Diversität ein. In Zukunft sollen offene Stellen in diesem Bereich zur Hälfte mit Frauen, zu elf Prozent mit Afroamerikanern und zu 14 Prozent mit hispanischen Bewerbern besetzt werden.

Einen Königsweg gibt es nicht
Derzeit ist das Investmenthaus von echter Vielfalt weit entfernt. Weniger als ein Fünftel der mehr als 400 Partner sind Frauen. Auch Minderheiten sind stark unterrepräsentiert.

"Beim Thema Diversität wird viel über den Königsweg diskutiert", zitiert die NZZ Dane Holmes, Personalmanager bei Goldman Sachs. Doch etwas Derartiges gebe es schlicht nicht. "Es geht darum, die Ärmel hochzukrempeln und Karrieren aktiv zu managen, um Toptalente zu behalten und sie voranzubringen", so Holmes. Ob das Unternehmen demnächst in "Goldwoman Sachs" umbenannt wird, erscheint allerdings fraglich. (fp)

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