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Zu hohe Mieten: Deutsches Versorgungswerk wehrt sich gegen Vorwürfe

Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein tritt der Kritik, sich auf Kosten von Berliner Mietern zu bereichern, entschieden entgegen. Trotzdem wurde das Gespräch mit dem im Fokus der Kritik stehenden Immobilienunternehmen Fortis Real Estate Investment gesucht.

Immobilienblase platzt
Hohe Zuwanderung, geringe Neubautätigkeit und niedrige Zinsen sorgen für immer höhere Preise bei Immobilien und Mieten. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Verteilungskämpfe um den noch bestehenden Wohlstand.
© anankkml / stock.adobe.com

Die derzeit intensiv geführte Diskussion über zu hohe Mieten in vielen deutschen Großstädten, die insbesondere das linke Politlager in Berlin Ideen aus der politischen Mottenkiste ventilieren ließ, scheint nun auch institutionelle Investoren zu erreichen. Ein Beispiel dafür ist das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.

Wie das Versorgungwerk auf ihrer Webseite berichtet, haben dieser Tage schleswig-holsteinische Zahnärzte von einer Mieterinitiative ein Schreiben erhalten. In diesem werden sie aufgefordert, ihrem Versorgungswerk vorzuschlagen, sich aus einem bestimmten Immobilien-Investment zurückzuziehen. Konkret geht es um das mittelständische Immobilien-Unternehmen Fortis Real Estate Investment, das in Berlin dabei ist, mehrere Immobilien zu modernisieren. In diesem Zusammenhang war in Medien von Mietpreiserhöhungen die Rede.

Alte und Kranke müssen versorgt werden
Laut Bruno Geiger, Geschäftsführer des Versorgungswerks der Zahnärztekammer gehe es dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer nicht darum, durch drastische Mieterhöhungen die Renten ihrer Zahnärzte zu sichern. Vielmehr habe man die Aufgabe, die Versorgungsleistungen der Zahnärzte sicherzustellen. Zu diesen Leistungen gehören Altersrenten, Berufsunfähigkeitsrenten und auch Hinterbliebenenrenten. „Bei Investitionen achten wir daher insbesondere darauf, dass das eingesetzte Kapital gesichert und eine Rendite erwirtschaftet wird. In der seit Längerem anhaltenden Niedrigzinsphase ist das Investment in Immobilien eine Anlageform unter mehreren, die wir als Versorgungswerk wie viele andere Institutionen, Unternehmen und private Anleger nutzen.“

Fortis modernisiert Immobilien
Für diese Investitionen ist das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein eine Zusammenarbeit mit dem mittelständischen Immobilienunternehmen Fortis eingegangen. Fortis investiert unter anderem in der Bundeshauptstadt. Das Unternehmen bringt Immobilien durch Modernisierungen auf einen zeitgemäßen Standard.

Fortis habe dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein zugesichert, keine Luxussanierungen durchzuführen, sondern die Immobilien fit für die Zukunft und nachfolgende Generationen zu machen. Darüber hinaus habe Fortis laut Versorgungswerk zugesagt, mit allen betroffenen Mietern einen sensiblen Dialog zu führen. In jeder Wohnung werde individuell geprüft, was tatsächlich modernisiert werden muss.

Mieter sollen bleiben
„Notwendige Mieterhöhungen werden sich an den finanziellen Möglichkeiten des Mieters orientieren. Mit einer Mieterhöhung um das Dreifache ist nicht zu rechnen. Wir haben kein Interesse, unsere Mieter zu verlieren“, sagt Mark Heydenreich, Geschäftsführer der Fortis Real Estate Investment.

Keine Einmischung
„Wir wollen und können uns zwar nicht in die Geschäftspolitik von Fortis einmischen. Wir freuen uns aber über diese Zusicherungen. Eine solche Geschäftspolitik befürworten wir“, betont Geiger abschließend. (aa)

 

 

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