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Wo die Dialogprioritäten des Engagements von Ethos 2022 liegen werden

Die Jahrestagungen des Schweizer und des internationalen Ethos Engagement Pools fanden diesen Donnerstag in Bern statt. Diese Gelegenheit wurde genutzt, um die Dialogaktivitäten des Jahres 2021 zu besprechen und die Prioritäten für das nächste Jahr zu definieren.

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© zimmytws / stock.adobe.com

Die Jahrestagungen der Aktionärsdialogprogramme von Ethos - des Ethos Engagement Pool Schweiz (EEP Schweiz) und des Ethos Engagement Pool International (EEP International) - fanden letzten Donnerstag sowohl physisch in Bern als auch per Videokonferenz statt. Den Mitgliedern der beiden Pools wurden die Dialogaktivitäten vorgestellt, die Ethos im Jahr 2021 auf schweizerischer und internationaler Ebene durchgeführt hat.

Wie Aktionärsdialoge aussehen
Wie jedes Jahr wurde ein Vertreter eines in der Schweiz kotierten Unternehmens eingeladen, um seine Sichtweise des Aktionärsdialogs vorzustellen. Dieses Jahr war es Christian Petit, CEO von Romande Energie, der die ESG-Strategie seines Unternehmens vorstellte - mit dem Ziel, die Westschweiz zur ersten CO2-freien Region des Landes zu machen und aus der Kernenergie auszusteigen. Christian Petit erklärte, warum es für Unternehmen wichtig ist, bei der Entwicklung und Umsetzung einer solchen Strategie den Dialog mit allen Anspruchsgruppen, einschließlich der Aktionäre, zu pflegen.

Mangel an Transparenz bei der digitalen Verantwortung
Charles Radclyffe, CEO des britischen Unternehmens EthicsGrade, das auf die Bewertung von Unternehmen bezüglich ihrer digitalen Verantwortung spezialisiert ist, präsentierte anschließend die ersten Ergebnisse einer exklusiven Studie, die in Zusammenarbeit mit Ethos durchgeführt wurde. Die Studie untersucht die Praktiken der 48 Schweizer Unternehmen des SMI Expanded Index im Bereich der digitalen Verantwortung. Diese Studie, die auf den Beschluss der Mitglieder des EEP Schweiz im Jahr 2020 zurückgeht, dieses Thema in den Dialog mit den Unternehmen aufzunehmen, untersuchte die digitale Verantwortung und insbesondere die Praktiken der Unternehmen in sieben Bereichen: digitale Governance, Transparenz, Datenschutz, künstliche Intelligenz, sensible Aktivitäten, soziale und ökologische Auswirkungen. Die Studie wird in den kommenden Wochen veröffentlicht. Die ersten Ergebnisse zeigen jedoch einen deutlichen Mangel an Transparenz bei den Unternehmen im Bereich der digitalen Verantwortung.

Biodiversität als eigenständiges Thema 2022
Die Mitglieder des EEP Schweiz validierten auch die Engagement-Themen für 2022, d.h. die Themen, die in den Dialogaktivitäten mit den 150 größten börsennotierten Unternehmen in der Schweiz systematisch behandelt werden sollen. Zu diesen Themen gehören der Klimawandel (Strategie, Transparenz, Ziele), die Grundsätze der guten Unternehmensführung (Zusammensetzung des Verwaltungsrats, Vergütung, Unternehmensethik), die Arbeitsbedingungen und die Achtung der Menschenrechte (auch innerhalb der Lieferketten), die soziale und umweltbezogene Berichterstattung sowie die digitale Verantwortung. Außerdem wurde beschlossen, die Studie mit EthicsGrade zu wiederholen, um die Entwicklung der Praktiken zu messen und bestimmte Punkte im Rahmen des Dialogs hervorzuheben, wie z. B. die Notwendigkeit für Unternehmen, einen Kodex für digitale Verantwortung zu erarbeiten oder den ökologischen Fußabdruck ihrer IT-Anlagen zu verringern.

Themen für das kommende Jahr
Schließlich haben die Mitglieder des EEP International die Themen des Dialogs für 2022 bestätigt. Drei Bereiche haben weiterhin Priorität: Klimawandel, Menschen- und Arbeitnehmerrechte sowie Good Governance. Die Mitglieder des EEP International beschlossen zudem, eine Dialog-Kampagne mit internationalen Unternehmen bezüglich möglicher Verstöße gegen internationale Standards zu lancieren. Ebenfalls plant Ethos, die digitale Verantwortung sowie den Schutz der Biodiversität auch im Dialog mit internationalen Unternehmen zu betonen. Im Bereich der Biodiversität wird es darum gehen, sich bei den anvisierten Unternehmen für den Schutz der Ozeane, die Begrenzung der Abholzung, die Verringerung der Luftverschmutzung, den Übergang von der industriellen zur regenerativen Landwirtschaft oder die Förderung von Modellen der Kreislaufwirtschaft einzusetzen.

Ende Oktober zählte der EEP Schweiz 153 Mitglieder - die überwiegende Mehrheit sind Schweizer Pensionskassen - mit einem verwalteten Vermögen von 295 Milliarden Schweizer Franken. Dem EEP International gehörten 77 Mitglieder an, die 217 Milliarden Schweizer Franken verwalteten. (kb)

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