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Wirecard-Opfer Nicolas Walewski stößt Positionen noch relativ gut ab

In einigen der Fonds von Alken Asset Management, deren Mastermind Nicolas Walewski ist, war Wirecard sehr prominent gewichtet. Nach dem Auffliegen des Schwindels um 1,9 Milliarden Euro hat Walewski rasch reagiert und sich von sämtlichen Aktien noch zu deutlich zweistelligen Kursen getrennt.

Nicolas Walewski, Alken Asset Management
Nicolas Walewski hatte schon mehr zu lachen: Die Wirecard-Affäre kostet ordentlich Performance. 
© Sarah Weal / FONDS professionell

Der Buchhaltungsskandal um Wirecard, wo es wohl Luftbuchungen im Ausmaß von 1,9 Milliarden Euro aufgrund gefälschter Bankbestätigungen aus Asien gegeben hat, beschäftigt die Investmentboutique Alken Asset Management mit Sitz in London beträchtlich, waren diese Aktien doch in einigen Fonds unter den Top-Positionen mit Gewichtungen von an die zehn Prozent zu finden. 

Investmentprozess wird jetzt überarbeitet
Der Monat Juni sei ein herausfordernder Monat gewesen, umschreibt Walewski das Abschmieren des Kurses infolge des Skandals elegant. Er und sein Team seien fassungslos ob des Ausmaßes dieses Betrugs gewesen. Man werde nun daraus lernen, Änderungen im Investmentprozess vornehmen, um solche idiosynkratischen Auswirkungen auf die Portfolios künftig hintanzuhalten.

Hohe Gewichtung...
Laut Citywire hatte Walewski Wirecard in all seinen Fonds gehalten, im Flaggschifffonds, dem  Alken European Opportunities, war es eine Zehn-Prozent-Position. Ende Juni ist aber bereits Britsh American Tobacco mit einem Gewicht von 7,3 Prozent die Top-Position gewesen. Ende Mai 2020 war der Fonds noch zirka 828,7 Millionen Euro schwer gewesen,  nun sind es per 9. Juli 2020 nur mehr 608,5 Millionen. Performancemäßig befindet sich der Fonds laut Bloomberg im letzten Dezil über ein und drei Jahre. 

...aber schnell reagiert und Schaden begrenzt
Wirecard war aber auch die Top-Position im Alken Continental Europe Fund mit 9,1 Prozent sowie im Alken Small-Cap Europe Fund mit 9,3 Prozent. Laut Citywire hat Walewski am Freitag, dem 21. Juni 2020 die Reißleine gezogen, als die Aktie zum Handelsschluss etwa immerhin noch 25,66 Euro kostete. Heute wird sie nur mehr zu zirka einem Zehntel dieses Wertes gehandelt. Insofern hat man bei Alken Verluste begrenzt und damit noch einen Teil des investierten Gelder gerettet. (kb)

 

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