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Wie das Ozonloch geschlossen wurde

Seit der Stockholm Deklaration der Vereinten Nationen sind fünfzig Jahre vergangen. Bei aller Sorge über die Klimakrise sollte man auch die Erfolge nicht vergessen, meinen die Experten der DWS.

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© Artsiom P / stock.adobe.com

Es ist fast genau auf den Tag fünfzig Jahre her, dass die Weltumweltkonferenz in Stockholm stattgefunden hat. Damals einigten sich die Vereinten Nationen auf ihre erste Erklärung, um die Zusammenhänge zwischen Entwicklung, Armut und Umwelt als globales Thema zu markieren. Doch wie die düstere Stimmung beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos zeigt, bleibt noch viel zu tun.

Wie lässt sich der Fortschritt in einigen Bereichen erklären?
Dabei gab es gleichzeitig eine Untätigkeit bei anderen großen Umweltproblemen. Der folgende Chart diesen Gegensatz anhand von zwei besonders markanten Beispielen, nämlich dem Rückgang der ozonabbauenden Emissionen seit den 1980er Jahren, gepaart mit einem kontinuierlichen Anstieg der Kohlendioxid (CO2)-Konzentration in der Atmosphäre.

Ein eklatanter Kontrast in der Welt-Atmosphäre

Kampf gegen das Ozonloch
Angesichts zunehmender Beweise für die Schäden, die Fluorchlorkohlenwasserstoff-Chemikalien an der schützenden Ozonschicht der Erde anrichten, trat 1989 das Montrealer Protokoll in Kraft. Dies war das erste UN-Umweltabkommen, das weltweit von allen UN-Mitgliedstaaten ratifiziert wurde. Sein Ziel war es, die Produktion und den Verbrauch von fast 100 ozonabbauenden Chemikalien zu reduzieren. Dies wurde eindrucksvoll erreicht: Der Chart zeigt, wie 99 Prozent der ozonabbauenden Substanzen schrittweise vermindert wurden. Das Ergebnis war das Schließen des Ozonlochs und damit das Blockieren schädlicher ultravioletter Strahlen. Laut einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie könnten dadurch 443 Millionen Fälle von Hautkrebs und 63 Millionen Fälle von Sehschäden verhindert werden. Auch die Schädigung von Pflanzen durch ultraviolettes Licht wurde reduziert, sodass mehr Kohlenstoff in der Natur gespeichert wird. Dadurch wird verhindert, dass die Welt um 0,5–1,0 Grad Celsius wärmer wird, und möglicherweise viele Klimaauswirkungen hinausgezögert werden.

Welt stößt an ihre Grenzen
Der Erfolg bei der Begrenzung des Ozonabbaus ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, wie stark unsere Erde bereits an ihre planetaren Grenzen stößt. Wissenschaftliche Arbeiten belegen, dass bereits sechs der anderen acht Planetengrenzen durchbrochen wurden. Das bedeutet, dass die Bewohnbarkeit des Planeten Erde durch ein zunehmend instabiles Klima, unfruchtbare Böden und verschmutzte Luft und Gewässer bedroht ist. Das lässt sich etwa an den steigenden Kohlenstoffkonzentrationen in der Atmosphäre ablesen, die im Chart dargestellt sind. Um auf der sicheren Seite zu bleiben, hätten die auf dem Niveau von 1986 eingefroren werden müssen. Stattdessen sind die CO2-Konzentrationen bis heute auf dem höchsten Stand seit mehr als 14 Millionen Jahren angestiegen.

Silberstreif am Horizont?
So deprimierend dies auch ist, das Beispiel der Ozonwirkung deutet vielleicht auf Silberstreifen am Horizont hin. Zeitungsausschnitte rund um den Gipfel von Montreal unterstreichen, wie umstritten dieses Thema damals war. Es bedurfte vieler Jahre zivilgesellschaftlichen Engagements und zunehmender wissenschaftlicher Beweise, um die Regierungen zum Handeln zu bewegen. Einige Entwicklungen deuten darauf hin, dass wir zumindest in den westlichen Gesellschaften einen ähnlichen Wendepunkt in Bezug auf den Klimaschutz erreicht haben könnten. Ein Beispiel dafür könnte die grüne Welle bei den Parlamentswahlen in Australien sein. Sogar in Davos scheinen die Forderungen der Wirtschaft mit jedem Gipfel zu wachsen, dass die Regierungen mehr tun müssen, um den Klimawandel zu bekämpfen. (kb)

 

 

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