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Wer auf jeden Fall vom IPO von Alibabas Ant Group profitiert

Der wohl 30 Milliarden US-Dollar schwere Börsengang der Alibiba-Beteiligung Ant Group macht einige Milliardäre, die mit dem Alibaba-Gründer Jack Ma geschäftlich verbunden sind und bereits sehr früh in Ants investiert haben, noch reicher. Dazu kommen einige neue Milliardäre durch den Börsengang.

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Alibab-Günder Jacvck Ma hat gut lachen: Er und seinesgleichen werden durch den IPO als frühe Investoren in die Ant Group um ein hübsches Sümmchen reicher.
© Bloomberg

Jack Mas Ant Group schafft durch den IPO wohl eine neue Gruppe von Superreichen in China, während sie gleichzeitig auch einige Familien, die schon seit Jahrzehnten unter den Milliardären zu finden sind und für asiatische Verhältnisse schon zum "alten Geld" gehören, noch reicher macht.

Da ist einmal die Familie von Li Ka-shing aus Hongkong zu nennen, aber auch der Sohn des taiwanesischen Immobilien-Milliardärs und Retail Tycoons Shen Guojun, die unter jenen sind, die früh in den Online-Zahlungsanbieter Ant Group investiert haben. Schließlich könnte durch den IPO im Oktober die Bewertung von Ant bei 225 Milliarden US-Dollar zu liegen kommen. 

Keine Tech-Einzelwette
Alle Superreichen, die jetzt profitieren werden, haben etablierte Beziehungen zu Jack Ma und seinem Firmenkonglomerat sei Jahren und damit vor Ants Finanzierungsrunde vor zwei Jahren. Dazu zählen die Chearavanontsa aus Thailand, die Tungs aus Hongkong und Lu Zhiqiang von China Oceanwide Holdings.

50 Prozent Rendite angepeilt
Zumindest sieben Tycoons haben in Summe fast 700 Millionen US-Dollar investiert und dürfen sich jetzt auf Ertragsaussichten von 50 Prozent freuen, wie sich aus einer Bloomberganalyse des IPO-Prospekts ergibt. "Family Offices habenkeine Angst davor, ihre Investmentmethoden an die digitale Welt anzupassen", sagte Sankar Krishnan, Executive Vice President of Banking and Capital Markets bei Capgemini in New York. “Sie wollen in die werthaltigsten Fintechs der Welt investiert sein."

Durcheinandergewirbelte Superreichenliste
Ants IPO soll im Oktober in Hongkong und Shanghai stattfinden und könnte den Börsengang der saudi-arabischen Aramco mit 29 Milliarden US-Dollar Erlös in 2019 toppen. Der IPO könnte den 55 Jahre alten Jack Ma, der im Übrigen Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas ist, unter die Top 10 der Milliardärsliste katapultieren. Auch mehrere amerikanische Private Equity-Firmen könnten dadurch einen Turbo bei ihren Renditen einschalten.

Früh investiert, viel verdient
Li, Hongkongs reichster Mann, begann seine Geschäftsbeziehungen mit Ant 2017, als seine Flaggschiffgesellschaft ein Joint Venture mit Ant ins Leben rief,  um ein digitales Wallet in Hongkong anzubieten, das es nun in 50.000 Retail-Läden gibt. Im Folgejahr beteiligten sich zwei von Lis Firmen an Ant anlässlich von dessen Finanzierungsrunde.

Gleich und Gleich gesellt sich gern
Ähnliches kann man über Yin Chung-yao, den Son des taiwanesischen Mogusl Samuel Yin, und Frankreichs Mulliez Familie berichten, die die Gemüselädenkette Auchan kontrolliert und mit 38 Milliarden US-Dollar unter den Superreichen zu finden ist. Bevor diese Familie in Ant investierte, kaufte Alibaba Group Holding einen Anteil am chinesischen Hyper Market-Betreiber Sun Art Retail Group von Yins Ruentex Group, während Auchan Retail seinen Anteil erhöhte. 

Engmaschiges Beziehungsgeflecht
Die Charoen Pokphand Group von Chearavanont gab ein Joint Venture mit Ant 2016 bekannt.  Tung Chee-hwa, der erste Chief Executive der Sonderverwaltungszone Hongkong, ist Mitglied des Verwaltungsrats von Alibaba seit 2014; Shen, der sehr gut mit Ma bekannt ist, hatte bereits 2013 mit Ma geschäftliche Verbindungen, während Lus Oceanwide und Mas Investmentvehikel waren Teil eines Konsortiums, das die Online-Kasino-Sparte von Caesars Entertainment 2016 erwarb. 

Midas Touch
"Die reichsten Familien der Welt sind oftmals sehr begeisterte Investoren", sagt Rebecca Gooch, Research-Direktorin bei Campden Wealth in London. “Wachstumsfirmen profitieren von dem einzigartigen Wissen der Superreichen, deren tiefen Taschen und dem geduldigen Kapital. Dafür erhalten die Reichen oft hohe Renditen, Zugang zu top aktuellen Innovationen und Technologien, Portfoliodiversifikation und - so sie direkt investieren - eine größere Kontrolle.

Neue Superreiche durch den IPO von Ant
Eine Reihe von gegenwärtigen und früheren leitenden Angestellten von Alibaba und Ant werden nun Milliardäre durch den Börsengang werden wie etwa Ant Chairman Eric Jing. Des Weiteren gibt es Windfall Profits für amerikanische Private Equity Firmen wie Silver Lake Group, Warburg Pincus and Carlyle Group, die bei der Finanzierungsrunde 2018 jeweils zirka 500 Millionen US-Dollar oder sogar mehr investiert haben. Credit Suisse und ein Vehikel des Venture Capital-Spezialisten Lee Kai-Fu, der früher Chef von Goggles chinesischen Aktivitäten war, werden wohl auch zu den Gewinnern gehören, haben sie doch 80 respektive 30 Millionen US-Dollar eingesetzt. (kb)

 

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