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Welches sind die Best- und Worst-Performer unter den Länder-ETFs 2019?

Sumit Roy von ETF.com hat für den Zeitraum bis 3. Dezember 2019 untersucht, welche von den breiten Länder-ETFs (ohne Spezialitäten) year-to-date am besten respektive am schlechtesten abgeschnitten haben.

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© Bits and Splits / stock.adobe.com

Jeder, der in den USA investiert ist - und wer ist das nicht -, weiß dass er damit bis dato in diesem Jahr sehr gut gefahren ist. Schließlich konnte der S&P 500 Index 25,5 Prozent zulegen. Das ist die beste Perfomance des US-Baromters seit 2013. Dort landeten in etwa auch alle, die ​entweder in den SPDR S&P 500 ETF Trust (SPY), den iShares Core S&P 500 ETF (IVV) oder den Vanguard S&P 500 ETF (VOO) investiert waren.

Im bestehenden Zyklus ist es zur lieben Gewohnheit geworden, dass US-Aktien meist das bessere Ende für sich haben, wenn man sie mit den Indizes anderer Industriestaaten vergleicht, speziell dann, wenn man einen mehrjährigen Vergleichszeitraum betrachtet. Dieses Jahr reicht es global betrachtet zum 15. Platz, wenn man einen Länder-ETF-Vergleich zu Rate zieht. 

Eine Handvoll Länder waren besser als die USA
Nur die ETFs von einigen wenigen Staaten wie Griechenland, Russland, China, Italien, Schweiz und Brasilien konnten die USA toppen.

Top-performende Länder-ETFs 2019

Quelle: ETF.com; Performance year-to-date bis 3. Dezember 2019

Griechenland unerwarteterweise im Fokus
Dass der Global X MSCI Greece ETF (GREK) als griechischer Länder-ETF die Liste mit einer Rendite von 41,6 Prozent anführt, stellt für die meisten Marktteilnehmer eine Überraschung dar. Doch die griechische Wirtschaft wächst mittlerweile um mehr als zwei Prozent jährlich und damit doppelt so schnell als die restliche Eurozone. Die zehnjährigen Renditen griechischer Staatsanleihen liegen aktuell bei 1,33 Prozent p.a. und damit deutlich unter den Rekordständen der Schuldenkrise 2011, als Werte von 32 Prozent in der Spitze gemessen wurden. Dies suggeriert, dass Hellas sich heute auf einen nachhaltigeren fiskalpolitischen Weg befindet. 

Russland, der billigste Markt der Welt
Gleich hinter Griechenland liefen mehrere Russland-ETFs durchs Ziel. Der ​Franklin FTSE Russia ETF (FLRU) und der iShares MSCI Russia ETF (ERUS) legten um mehr als 35 Prozent zu. ​Der Rebound russicher Aktien ist kein Ein.Jahres-Phänomen, sondern bereits seit 2016 geht es eigentlich im ERUS stetig bergauf, nachdem der Ölpreis gecrasht hatte und die Russlandsanktionen verhängt worden waren. Mit Hilfe der Rallye 2019 erreichen russische Aktien das höchste Niveau seit 2014, aber einige Marktbeobachter halten Russland nach wie vor für den billigsten Aktienmarkt der Welt. Das Markt-KGV liegt um die sechs und damit bei einem Drittel des US-Marktes. Doch es gibt Risiken wie die Abhängigkeit vom Ölpreis sowie geopolitische Risiken, die den Markt so billig halten. Sogar eine bloß moderate Expansion der Multiples kann schon zu heftigen Kurssteigerungen führen. Für das Warten wird man noch dazu mit einer ansprechenden 12-Monats-Dividendenrendite laut Bloomberg von 4,8 Prozent im ERUS belohnt. 

China mit im Spiel
China steht im Zentrum des Newsflows, sei es, dass es um den Handelskonflikt mit den USA oder um das nachlassende Wirtschaftswachstum geht. Es stellt daher eine Überraschung dar, dass das Reich der Mitte gleich mehrmals unter den besten Länder-ETFs 2019 aufscheint. Der VanEck Vectors China AMC SME-ChiNext ETF (CNXT) und der CSOP FFTSE China A50 ETF (AFTY) stiegen jeweils um mehr als 29 Prozent year-to-date. Dabei darf man nicht vergessen, dass China-ETFs damit nur einen Teil ihrer heftigen Vorjahresverluste wettmachten. Über zehn Jahre betrachtet, hat man mit China-ETFs nichts verdient.

Die 20 schlechtesten Performer
Einige davon sind sogar leicht im Plus und zeigen damit den grundsätzlich positiven Trend des Jahres an. Die roten Laterne gebührt dem von politischen Auseinandersetzungen auf der Straße geprägten, ehemaligen Vorzeigeland Südamerika, Chile. Der Protest entzündete sich an der steigenden Einkommensungleichheit im Land, konkreter Anlass war eine deutliche Erhöhung der Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr (U-Bahn in Santiago). Der iShares MSCI Chile ETF (ECH) legte 25,4 Prozent ab. Gehen die Proteste weiter, droht Chile eine Rezession im ersten Quartal 2020, meinen Analysten. 

Wenig besser schnitt der VanEck Vectors India Small-Cap Index ETF (SCIF) ab, der 24,2 Prozent verlor, gefolgt von dem Global X MSCI Nigeria ETF (NGE) und the First Trust South Korea AlphaDEX Fund (FKO), die ebenfalls zweistellig im Minus lagen. Indische Small Cap ETFs bekamen einen heftigen Schlag ab, während Indiens Large Cap ETDs wie der iShares MSCI India ETF (INDA) sogar gestiegen sind. Diese Diskrepanz zwischen den beiden Segmenten könnte sich 2020 ins Gegenteil im Zuge einer Mean Reversion verkehren, meinen einige Marktbeobachter.

ETF-com; Stand per 3. Dezember 2019

(kb)

 

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