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Weiterhin hohe Nachfrage nach Nachranganleihen

2020 wurde eine Rekordanzahl an nachrangigen Emissionen von den Unternehmen an den Markt gebracht. Insgesamt wurden Nachranganleihen im Volumen von über 42 Milliarden Euro emittiert, demgegenüber stand der bisherige Rekord aus 2014 bei rund 29 Milliarden Euro.

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© sdgjlgt / stock.adobe.com

Die größten Volumina auf Emittentenebene im Segment der Nachranganleihen kamen 2020 von BP, Eni, Iberdrola, VW und EDF. Darauf folgten dann noch die Telekommunikationskonzerne AT&T und Vodafone sowie mit Veolia ein Versorgungsunternehmen, berichtet M.M. Warburg & CO.

Ungebrochene Beliebtheit der Nachrangemissionen
Trotz der Turbulenzen im zurückliegenden Jahr mit zwischenzeitlich deutlichen Kursverlusten ist die Beliebtheit von Nachranganleihen weiterhin ungebrochen. Im laufenden Jahr wurden bereits Anleihen in einem Volumen von über zehn Milliarden Euro emittiert, die auf eine hohe Nachfrage trafen. Allerdings war die Performance-Entwicklung der begebenen Titel keine Einbahnstraße. Denn zum einen nutzten die Emittenten die hohe Nachfrage dazu, dass der Kreditaufschlag während des Emissionsprozesses deutlich reduziert wurde, und zum anderen führte der Renditeanstieg dazu, dass nicht bei allen Emissionen Zeichnungsgewinne zu verzeichnen waren.

Attraktivität von Nachranganleihen stammt aus zwei Quellen
Auf der einen Seite sind die Anleger aufgrund des niedrigen Zinsniveaus weiterhin verzweifelt auf der Suche nach Rendite. Und mit Nachranganleihen von Emittenten mit Investmentgrade-Rating kaufen sie sich ein attraktiveres Rendite- und Risikoprofil ein als etwa mit erstrangigen Anleihen von High-Yield-Emittenten. Auf der anderen Seite können die Unternehmen mit Nachranganleihen ihre Eigenkapitalstruktur stärken und das derzeit zu sehr günstigen Konditionen. Denn die in der Regel 50-prozentige Anrechnung der Nachränge durch die Ratingagenturen führt zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote und damit zu einer Stabilisierung des Unternehmensratings.

Finanznachränge haben dank stärkerer Regulierung eigenen Charme
Neben Nachranganleihen von Industrieunternehmen sind aus Sicht von M.M. Warburg & CO aber auch die Emissionen von Finanzunternehmen sehr interessant. Denn im Gegensatz zur Industrie ist der Finanzsektor deutlich stärker reguliert und beaufsichtigt. Durch die unterschiedlichsten Anforderungen nach Basel I bis IV im Bankensektor und den Solvency-Anforderungen bei den Versicherungen hat sich die Eigenkapital- und Liquiditätssituation in diesen Sektoren in den letzten Jahren deutlich verbessert. Das Haus erwartet, dass Nachranganleihen sowohl von Industrie- als auch von Finanzunternehmen in diesem Jahr einen positiven Beitrag zur Portfolioperformance liefern werden und hat entsprechende Allokationsentscheidungen getroffen. (kb)
 

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