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Credit Suisse erwägt die Zahlung von Halteboni

Die Credit Suisse Group erwägt Halteboni für besonders gute Mitarbeiter, nachdem die Skandale um Greensill Capital und Archegos Capital Management das Unternehmen erschüttert und zu einer Vielzahl von Kündigungen geführt hatten. Auch der gefallene Aktienkurs sorgt für diese Überlegungen.

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© lavizzara / stock.adobe.com

Bei der Credit Suisse Group überlegen derzeit Verwaltungsrat und Geschäftsleitung, wie man Topleute, auch aus den unteren Reihen, halten kann, nachdem die jüngsten Probleme den Kurs der Aktie belastet und damit aktienbasierte Vergütung weniger attraktiv gemacht hatten. Das Schweizer Kreditinstitut ist besonders daran interessiert, die Abwanderung von Investmentbankern in den USA einzudämmen, berichtet Bloomberg unter Verweis auf Informanten.

Aufräumarbeiten begonnen
Die Bank ist mitten in einer ihrer schwierigsten Phasen seit der Finanzkrise nach zwei Skandalen, die ein Milliardenloch in ihre Bilanz gerissen und die Reputation der Schweizer weiter beschädigt haben. Der neue Verwaltungsratschef Antonio Horta-Osorio hat eine genaue Untersuchung der beiden Fälle angekündigt, die schlimmer waren als alles, was er in mehr als drei Jahrzehnten als Banker miterlebt hat.

Wettbewerber bedienen sich derzeit bei Talenten der Credit Suisse, die unter normalen Umständen nicht so einfach abzuwerben wären. Das Risiko von Abwanderungen beschränkt sich nicht nur auf die Investmentbank: Betreuer von vermögenden Privatkunden tun sich ebenso schwer, Klienten zu überzeugen, dass die Bank wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Einige sollen sogar von ihren Kunden ermutigt worden sein, zu Wettbewerbern zu wechseln, so die Personen.

Top-Professionals sind gefragt
Unsichere Vergütungsaussichten und ein womöglich langer Weg zurück zur Normalität bei der Credit Suisse treffen derzeit auf boomende Geschäfte angesichts der Erholung von der Pandemie und führen verstärkt zu Abwerbungen. Das trifft insbesondere in Asien zu, wo vor allem im Wealth Management aggressiv um Kunden gekämpft wird und auf die USA, wo billiges Geld Aktienkurse und Transaktionen antreibt.

Angesichts des starken Marktes ist die Credit Suisse nicht darauf erpicht, weitere Investmentbanker zu verlieren. An der Wall Street wird derzeit die Bezahlung von Jungbankern angehoben und die Credit Suisse bot im März ebenfalls manchen Boni und höhere Gehälter, so die Personen. Die Credit Suisse ist derzeit nicht alleine, wenn es um "Zuckerln" für Talente geht: Bei der UBS Group gibt es derzeit 40,000 Dollar Einmal-Boni für Analysten bei Beförderung, das doppelte des Betrages, den Rivalen zahlen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. (aa)

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