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Weberbank: Aktien folgen derzeit einem typischen Bärenmarktmuster

Nach Ansicht von Daniel Schär, Leiter des Portfoliomanagements der Weberbank, sollten Investoren für Aktien nicht zu optimistisch werden. Wie vergangene Krisen zeigten, waren Kurserholungen lediglich Bärenmarktfallen, bevor es mit den Notierungen noch viel weiter südwärts ging.

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© Interstid / stock.adobe.com

Die Aktienmärkte zeigen laut Daniel Schär, Leiter des Portfoliomanagements der Weberbank ein für Bärenmärkte typisches Verhalten: Einem tiefen Sturz folgt eine deutliche Gegenbewegung. Auch in der Finanzkrise 2009 war Schär zufolge ein solches Verhalten zu beobachten gewesen. „Aber wie wir aus historischen Krisen wissen, kann sich die Phase eines zunächst orientierungslosen Schwankens der Kapitalmärkte über eine längere Zeit hinziehen. In der Finanzkrise wechselten sich ein halbes Jahr lang in dichter Folge heftige Kursstürze und starke Gegenbewegungen ab. Dabei wurde das eigentliche Markttief erst nach fünf Monaten erreicht“, erinnert Schär.

Dementsprechend müssten Investoren Schärs Einschätzung nach berücksichtigen, dass auch die aktuelle Erholung der Aktienmärkte nur ein Zwischenschritt sein könnte. Im Vergleich mit historischen Krisen wäre es zumindest sehr untypisch, bereits jetzt von einer vollständigen Erholung auszugehen.

Baissen dauern meistens lange
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt eher Phasen von zwölf bis zu 60 Monaten, die es dauerte, eine solch schwerwiegende Krise zu überwinden. Dass dem auch diesmal so sein werde, dafür sprechen laut Schär die vielen negativen volkswirtschaftlichen und Unternehmenszahlen, die in den nächsten Monaten auf uns einprasseln werden. „Wir müssen mit einem Rückgang der Unternehmensgewinne zwischen 15 und 30 Prozent rechnen, zumal bereits über 30 Prozent der europäischen Unternehmen ihre Dividenden kürzen bzw. ganz ausfallen lassen wollen. Ihre zuletzt starke Erholung verdanken die Märkte den beispiellosen Hilfsprogrammen der Länder und Notenbanken“, merkt Schär an.

Liquiditätsspritzen sorgen für Optimismus
Allein die USA haben bisher im Zusammenspiel zwischen Notenbank und Regierung Hilfspakete im Gegenwert von vielen Billionen-US-Dollar und weit über 30 Prozent des amerikanischen Bruttosozialproduktes geschnürt. In Europa wird die Europäische Zentralbank bis Ende des Jahres Anleihen im Gegenwert von einer Billion Euro aufkaufen. Dazu kommen riesige Hilfspakete der europäischen Regierungen.

„Investoren können wir nur den dringenden Rat geben, die Welt und ihre Investments nicht schwarz-weiß zu sehen. Vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Schwankungen in einem Bärenmarkt wird es nicht den einen Punkt geben, an dem es angeraten erscheint, sich wieder vollständig im Markt zu engagieren“, erklärt Schär abschließend. (aa)

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