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Warum teuer bei Wandelanleihen nicht immer teuer ist

Seit Jahresbeginn hat sich die Assetklasse Wandelanleihen und die Top 50 Convertibles Strategie gut entwickelt. Diese schlägt im laufenden Jahr Unternehmensanleihen und viele Aktienmärkte. Mit einer Performance von YTD fast drei Prozent zeigt sie eine ungewöhnlich hohe Partizipation am Aktienmarkt.

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Das Gründertrio des Wandelanleihenspezialisten Convex Experts: Bernhard Birawe, Nils Lesser und Paul Hoffmann (v.l.n.r.) freut sich über ein Verdreifachung der Assets seit Start Ende 2017.
© CONVEX Experts GmbH

Convex Experts hatte dies zum Teil erwartet. Nils Lesser, einer der Gründer und Geschäftsführer: „Zum Jahresende zeigten die Bewertungen bei Wandelanleihen eine gewisse Anomalie– sie waren trotz gestiegenem Aktienmarkt eher günstig. Wir gingen von einer Aufwärtsbewegung aus, welche eingetreten ist und die zum Teil die gute Performance der ersten beiden Monate erklärt.“

Aufwärtsbewegung der Bewertungen
Deutlich zu erkennen ist diese zum Beispiel in der Teilregion Europa, hier handeln Wandelanleihen im Schnitt 0,5 Prozent über ihren „fairen“ Werten, sie erscheinen „teuer“.

Teuer, aber...
Eine pauschale Wertung sei unmöglich, so Lesser: "Nicht die Assetklasse ist teuer, sondern einzelne Titel, aber auch das aus unterschiedlichen Gründen. Mal sind es Benchmarktitel, die die Masse kauft und die zu meiden sind, mal sind es Übernahmekandidaten, deren Bewertung aufgrund der Übernahmeschutzklauseln schwerer zu berechnen ist und mal sind es einfach Titel, die aufgrund ihres Momentums gefragt sind."

Niedrige implizite Vola bei Listed Options lässt Wandler teuer erscheinen
„Außerdem“, ergänzt Paul Hoffmann, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer bei Convex Experts, „und dies ist relevant, sind die impliziten Volatilitäten bei gelisteten Optionen aktuell teilweise außergewöhnlich niedrig. Dies führt dazu, dass Wandelanleihen im Einzelfall teuer erscheinen – so lange bis die Volatilität zurückkehrt.“ Die folgende Grafik zeigt den jüngsten Rückgang der Options-Volatilitäten europäischer Wandelanleiheemittenten. Gemessen am absoluten Niveau der impliziten Volatilität der Wandelanleihen sind diese nicht teurer geworden – aber können teuer wirken, setzt man sie in Vergleich zu den (viel kürzer laufenden) Optionen.

Was tun?
Bewertungen bei Wandelanleihen könne man nicht timen, man müsse sie verstehen und selektiv agieren, so das Covex-Trio iunisono. Ziel der Top 50 Convertibles Strategie sei es, die Wandelanleihen mit dem bestmöglichen Chance-/Risikoprofil der Assetklasse zu finden.  Wichtige Eckpfeiler sind für die Strategie von Convex Experts sin die folgenden:
- Benchmarkfrei mit Fokus auf die marktneutralen Werttreiber der Assetklasse
- Alle Ratingklassen mit Ausnahme Titel schlechter als B-
- Breit global und ausgewogen statt regional konzentriert; Euro-hedged
- Kein Markttiming in Form von aktiver Deltasteuerung

Neben der Bewertung gibt es noch andere wichtige Parameter
Nils Lesser betont: „Wir beobachten die Bewertungen jeder einzelnen Wandelanleihe sehr genau, doch ist sie nur ein Kriterium für ein Investment. Ebenso wichtig sind ihre Konvexität und die Prospektbedingungen. So investieren wir langfristig und halten uns mit vorschnellen Handelsaktivitäten zurück.“

Volumensentwicklung in der Strategie
Die Entwicklung der verwalteten Assets gibt dem Zugang von Convex Experts recht. Bernhard Birawe, dritter Gründer und Geschäftsführer der Asset Management Boutique weist darauf hin: „Seit Auflage zeigt die Top 50 Convertibles Strategie ein stetiges Volumenswachstum, in 27 von 28 Monaten hat sie Nettomittelzuflüsse. Inklusive der nachhaltigen Variante der Top 50 Strategie liegt das verwaltete Volumen von Convex Experts zum jetzigen Zeitpunkt bereits bei 149 Millionen, den wichtigen Meilenstein der 150 Millionen Euro nehmen wir in Kürze.  Damit haben wir das Volumen seit Beginn im November 2017 mehr als verdreifacht.“ (kb)

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