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Warren Buffetts süßestes Investment brachte 8.000 Prozent Rendite

Börsen-Altmeister Buffett investiert in viele prominente Multi-Milliarden-Dollar-Firmen wie Apple, Coca-Cola oder Amazon. Doch ein kleiner kalifornischer Pralinenhersteller hat einen besonderen Platz im Herzen des Investmentgenies – und das schon seit fast 50 Jahren.

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© Ken James / Bloomberg

Es muss Liebe auf den ersten Biss gewesen sein. 1972 hat Warren Buffett "See's Candies" für 25 Millionen US-Dollar gekauft. Damals erzielte der Pralinenhersteller mit Sitz in San Francisco bei einem Jahresumsatz von 30 Millionen US-Dollar weniger als fünf Millionen Dollar Vorsteuergewinn. Mittlerweile liegt der Umsatz über 380 Millionen Dollar, und der Gewinn kletterte auf zuletzt 80 Millionen Dollar, berichtet der "Business Insider" unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Unternehmens.

Genau die dürften der entscheidende Grund für die unverbrüchliche Treue des bekennenden Süßigkeiten-Fans Buffett zu "See's Candies" sein: Adddiert man alle seit 1972 erwirtschafteten Reingewinne des Unternehmens zusammen, dann hat die lebende Börsenlegende auf ihre einst eingesetzten 25 Millionen US-Dollar mehr als 8.000 Prozent als Investorenlohn eingestrichen – das sind rechnerisch mehr als 160 Prozent pro Jahr!

Kaum verwunderlich, dass das "Orakel von Omaha" von See's überdimensionalen finanziellen Erträgen, dem bescheidenen Kapitalbedarf, dem sogenannten "Economic Moat" – also der Fähigkeit, sich Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu bewahren –, der hoch motivierten Belegschaft und ntürlich auch den Pralinen selbst schwärmt: "Wir steckten 25 Millionen Dollar hinein, und es hat uns über zwei Milliarden Dollar an Einkünften vor Steuern gebracht", frohlockte Buffett auf der diesjährigen Hauptversammlung seiner Invesmentholding Berkshire Hathaway.

"Ich hätte fast den Kauf versaut"
Doch um ein Haar wäre Buffett der Kauf des Unternehmens wegen – für seine Verhältnisse lächerlicher – fünf Millionen Dollar durch die Lappen gegangen. "Ich hätte fast den Kauf versaut", schrieb er in einem Anlegerbrief von 2007. "Der Verkäufer verlangte 30 Millionen Dollar und ich war fest entschlossen, nicht über 25 Millionen Dollar zu gehen. Glücklicherweise hat er nachgegeben. Sonst hätte ich mich gesträubt – und die zwei Milliarden wären an jemand anderen gegangen." (mb)

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