Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

Wandelanleihen: Ist dieses Mal alles anders oder gibt es Parallelen?

Der CEO der österreichischen Investment-Boutique Convertinest Financial Services mit Sitz in Brunn am Gebirge bei Wien macht sich Gedanken zur weiteren Entwicklung des Convertible Bond Marktes in einem herausfordernden Jahr 2020.

kratochwil_gerhard_2017_neu_quer_klein.jpg
Dr. Gerhard Kratochwil, CEO und Managing Director der Convertinvest Financial Services GmbH, sagt: "Die Zukunft wird viele Parallelen zur Vergangenheit bringen, die Frage ist bloß, welche das sein werden."
© Convertinvest

"Alles ist nicht gut, aber Wandelanleihen haben während des starken Absturzes der Aktienmärkte, die um 35 Prozent nachgaben, der High Yields, die 19 Prozent verloren und auch der Corporate Bond-Märkte, die 7,5 Prozent abgaben, sehr gut funktioniert", analysiert Dr. Gerhard Kratochwil, Managing Director und Partner der Wandelanleihen-Boutique Convertinvest. 

Entwicklung ausgewählter Assetklassen im kritischen Zeitfenster

Quelle: Bloomberg

Die Rückgänge im Convertible Bond-Markt von etwas mehr als minus zehn Prozent seien unter dem deltamäßigen Erwartungspotential geblieben und hätten im Gegensatz zu 2008 von der Kreditseite her Stärke bewiesen. Going forward werde die Kreditseite weiterhin die erhöhte Aufmerksamkeit seitens Convertinvest erfordern, daher allokiere man noch mehr Ressourcen in diese Richtung, so Kratochwil weiter.

Starke Rückflüsse in der Anlageklasse
Diese sind eine Funktion vernünftiger Liquidität und haben zu Unterbewertungen in der Größenordnung von vier bis sechs Prozent geführt, die für die Zukunft interessante Opportunitäten eröffnen und die Asset Klasse im Vergleich zu Aktien mit überdurchschnittlich hohem Erholungspotential ausstatten. "Windows of opportunity open and close. Don’t wait forever", gibt Kratochwil zu bedenken.

Neuemissionstätigkeit
Diese ist wieder angelaufen und bietet Interessantes sowie Gefährliches. Der Teufel liegt als wieder einmal im Detail.

Vergleich zu 2002 drängt sich auf
Dies deswegen, weil sich Wandelanleihen nach der Dot-Com Bubble von 2000 in ähnlicher Form bewährt haben wie dieses Jahr. Die Recovery ging langsam von statten - der Aktienmarkt brauche sieben Jahre, um alte Höchststände zu erreichen. Kratochwil weiter: "Im Gegensatz dazu war das Interesse an Wandelanleihen so groß, dass nicht nur das Aufwertungspotential innerhalb kurzer Zeit ausgeschöpft war – die Convertible Bond-Indizes erreichten nach 18 Monaten ihre alten Höchststände -, sondern es auch zu einer Überbewertung der Anlageklasse kam, die erst im Jahr 2004 wieder normalisiert wurde." Die Kombination von Aktienerholung, Comvertible Bond-Aufwertung, Nachfrageüberhang von konservativen Investoren sowie günstige Neuemissionen hätten alle zu diesen Effekten beigetragen.

Sind wir schon soweit?
Natürlich ist in einigen Ländern das Schlimmste noch nicht erreicht, geschweige denn ausgestanden. Aber eines steht auch fest, es wird nicht geläutet…und den absoluten Tiefststand kann kaum jemand erwischen. Convertinvest agiert nach dem Motto: "Eine vernünftige Gelegenheit im jeweiligen Umfeld ist als Ausgangsbasis für Investments durchaus geeignet, und ein Teil des Pulvers (Delta) wird trockengehalten." (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren