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Wachablöse am Aktienmarkt: Zyklische Branchen rücken in den Fokus

Im bisherigen Jahresverlauf haben die US-Aktienmärkte, angetrieben durch die großen Technologiewerte, den Rest der Welt klar dominiert. Von dieser Dominanz ist zuletzt jedoch nur noch wenig übriggeblieben, weiß Feri-Experte Bailtinger.

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Dr. Eduard Baitinger ist seit 2015 Head of Asset Allocation in der Feri Gruppe
© FERI Trust

"Mittlerweile ist die hohe Marktkapitalisierung der Megacaps vielmehr zu einer Belastung geworden, die den gesamten US-Aktienmarkt nach unten zieht", sagt Dr. Eduard Baitinger ist seit 2015 Head of Asset Allocation in der Feri Gruppe. "Noch erscheint die Korrektur unter den Tech-Giganten dabei als eine markttechnische Bereinigung nach vorheriger Überhitzung. Doch die relative Schwäche des Technologiesektors könnte mittelfristig andauern, wenn Investoren sich verstärkt auf die Zeit nach der Corona-Pandemie fokussieren."

Schrittweise Rückkehr zur Normalität durch Impfstoff 2021 absehbar
Trotz weiterhin hoher CoViD19-Fallzahlen auf globaler Ebene und einer grassierenden zweiten Welle in der Eurozone ist zunehmend absehbar, dass 2021 ein funktionsfähiger Impfstoff verfügbar sein wird und eine schrittweise Rückkehr zur Normalität erfolgt. Dr. Baitinger dazu: "In diesem Szenario würden die wichtigsten Angebote der Tech-Unternehmen, wie etwa Online-Shopping, Streaming und Social Networking, weniger stark nachgefragt als während der Pandemie. Auf der anderen Seite wären konjunktursensitive Sektoren, die überproportional von CoViD19 belastet wurden, die klaren Gewinner, sobald die Wirtschaft sich nachhaltig stabilisiert hat." Eine entsprechende Rotation in zyklische Aktien zeichnet sich bereits ab und bewirkt im Ernstfall ein deutliches Umdenken von Investoren, die seit Jahren auf den Tech-Sektor setzen.

Folgen der neuen Fed-Strategie
Eine weitere Entwicklung, die Anleger im Blick behalten sollten, ist der Strategiewechsel der US-amerikanischen Notenbank. Die Fed will künftig deutlich toleranter gegenüber höheren Inflationsraten auftreten, wenn die Inflation wie aktuell längere Zeit unter der Zielmarke von zwei Prozent verharrt. Nach diesem Prinzip des sogenannten „average inflation targeting“ ist mit einer langen Nullzinsphase zu rechnen. Weitere Notenbanken wie etwa die EZB dürften die geldpolitische Strategie der Fed in ähnlicher Weise adaptieren.

Chronische Dollarschwäche durch Fed-Politikwechsel hilft Gold & Co.
Durch den Kurswechsel der Fed könnten sich die USA allmählich zu einer Niedrigzinsregion entwickeln und die temporäre Schwäche des US-Dollars damit chronisch werden. Die höhere Inflationstoleranz der Fed könnte sogar dazu führen, dass die Realzinsen, die sich bereits im Negativbereich befinden, in Zukunft auf noch tiefere Niveaus sinken. In diesem Szenario würden sich vor allem die Perspektiven für Geldanlagen in Edelmetallen verbessern. Vor diesem Hintergrund sollten Investoren die Gewichtung des US-Dollars in ihrer strategischen Asset Allocation auf den Prüfstand stellen und Edelmetallen einen festen Platz einräumen, meint Baitlinger. (kb).

  

 

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