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Vontobel AM über die Aussichten von Unternehmensanleihen

Trotz aller Gegenwinde bieten globale Unternehmensanleihen institutionellen Investoren ein interessantes Chancen-/Risikoprofil. Das liegt zum einen an besseren Fundamentaldaten, zum anderen finden sich immer irgendwo attraktive Einstiegsgelegenheiten, wenn man länger sucht.

Christian Hantel, Vontobel Asset Management
Christian Hantel, Vontobel Asset Management
© Vontobel

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und ökonomischen Gemengelage sieht Christian Hantel, Portfoliomanager bei Vontobel Asset Management, trotz diverser Korrekturen bei den erwarteten Gewinnen großes Potenzial bei Corporate America, vor allem was deren Unternehmensanleihen anbelangt. „Die Unternehmensausblicke werden in diesem Jahr von besonderem Interesse sein, schreibt Hantel in einem „Institutional Money“ exklusiv vorliegenden Beitrag.

Solide Kreditprofile ändern sich nicht über Nacht
Hantel erinnert daran, dass es wichtig sei, die Gewinnrevisionen in einen Kontext zu stellen: Da die Gewinnspannen insgesamt, insbesondere in den USA, ein Rekordniveau erreicht haben, dürfte eine Erosion dieses hohen Niveaus für die Anleger in Unternehmensanleihen nicht wesentlich negativ sein.

Im aktuellen Szenario mit hoher Inflation und weniger robustem Wachstum befinden sich die Unternehmen in einer starken Position, da die Liquiditätskennzahlen, die Zinsdeckung und der Verschuldungsgrad in Europa und den USA auf einer soliden Grundlage stehen. Daher sollten die Unternehmen in der Lage sein, das derzeitige Umfeld ohne größere Schäden zu verdauen.

Außerdem geht Hantel davon aus, dass der positive Ratingtrend bei globalen Krediten anhalten wird. Schlüsselindikatoren wie der Verschuldungsgrad der Unternehmen, der Zinsdeckungsgrad oder die Unternehmensziele für bestimmte Kreditkennzahlen, wie Cashflow im Vergleich zur Verschuldung, deuten auf Robustheit hin, und daher bleibt der Ausblick der Ratingagenturen positiv. Infolgedessen erwartet Hantel für die Zukunft mehr „Raising Stars“.

Mehr Rating-Hochstufungen und "Rising Stars" zu erwarten

Quellen: Vontobel, Credit Suisse, Stand: März 2022. Anmerkung: Rechte Grafik: 2022 entspricht der Prognose von Rising Stars/Fallen Angels für dieses Jahr.

Fundamentales Umfeld hat sich geändert
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Kreditspreads ausgeweitet und die durchschnittlichen Renditen für Unternehmensanleihen mehr als verdoppelt. Aber auch das makroökonomische Umfeld sei heute anders als im letzten Jahr und preist höhere Risiken ein. Gleichzeitig sind die Ausfallquoten bei Unternehmen sehr niedrig, da sich die Unternehmen im Allgemeinen in einer starken Position befinden, was engere Spreads rechtfertigt, hält Hantel fest.

Der Bankensektor sei aus einer Bottom-up-Perspektive nach wie vor attraktiv; die Banken haben im Laufe der Jahre ein hohes Kapitalniveau aufgebaut und ihre Geschäftsmodelle risikoärmer gestaltet. In den letzten Quartalen haben vor allem die US-Banken bewiesen, dass sie von den günstigen Marktbedingungen profitieren können, indem sie ihre Nettozinsmargen verbessern, die Zahl der notleidenden Kredite sehr niedrig halten und solide Erträge aus dem Kapitalmarktgeschäft erzielen.

In Erwartung höherer Renditen haben die US-Banken im ersten Quartal dieses Jahres mehr Anleihen emittiert als in den Jahren zuvor. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Monaten, insbesondere nach der Gewinnsaison, abschwächen, was den Anleihen auf dem Sekundärmarkt mehr Spielraum für ihre Entwicklung lassen könnte.

Unternehmensanleihenuniversum bietet immer Opportunitäten
Die Nachfrage der Anleger hat Hantel zufolge aus verschiedenen Gründen zugenommen. Einerseits haben die Anleger erkannt, wie wichtig es ist, global zu investieren, um sowohl die Renditequellen als auch die Risiken zu diversifizieren. Ein globaler Anlageansatz liefert im Vergleich zu lokalen Anlagen höhere risikobereinigte Renditen, gemessen am Sharpe-Ratio. Dies ist eine strukturelle Entwicklung, die die dazu führt, dass sich die Anleger weiterhin in dieser Anlageklasse engagieren werden.

Andererseits vergleichen die Anleger die Renditeniveaus weltweit, was ihnen ermöglicht, Ineffizienzen zu finden; so macht beispielsweise der jüngste Anstieg der Renditen in den USA diesen Markt attraktiver.

In einem globalen Universum haben Anleger die Möglichkeit, Fehlbewertungen zwischen Anleihen desselben Emittenten zu nutzen. So weisen beispielsweise Anleihen desselben Emittenten, die auf unterschiedliche Währungen lauten, oft Preisunterschiede auf, die den Anlegern die Möglichkeit geben, relative Wertsteigerungen zu erzielen. Indem sie die attraktivsten Anleihen in den wichtigsten Währungen identifizieren, können Anleger Ineffizienzen ausnutzen, wobei das Währungsrisiko vollständig abgesichert ist. Diese Ineffizienzen entstehen, da regionale Anleger unterschiedlich handeln und die Anlegerbasis für eine EUR-Anleihe und eine USD-Anleihe desselben Emittenten unterschiedlich sein kann.

„Das derzeitige Marktumfeld hat die Fehlbewertungen verstärkt, und die größere Streuung auf dem globalen Markt für Unternehmensanleihen bietet Chancen für engagierte und aktive Anleger“, erklärt Hantel abschließend. (aa)

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