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Vertrauenskiller Nr.1: UniCredit zahlt C.A.S.H.E.S. Coupon doch nicht

UniCredit wird einen am 25. Mai fälligen Coupon für ihre als C.A.S.H.E.S. bekannten Wertpapiere nächste Woche auslassen. Die Bedingungen für die Zahlung des Coupons seien nicht erfüllt, da die Bank 2020 einen Nettoverlust gemeldet hat, sagte ein Sprecher in einer an Bloomberg gesendeten Erklärung.

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© Unicredit

UniCredit schockiert Investoren mit dem überraschenden Ausfall einer am 25. Mai fälligen Couponzahlung. Dabei geht es um sogenannte "Convertible and Subordinated Hybrid Equity-Linked Securities" (kurz: C.A.S.H.E.S.) im Wert von 2,983 Milliarden Euro (Stückelung 100.000 Euro, ISIN: XS0413650218, Fälligkeit 2050). Sie stehen im Rang von "Junior Subordinated" und hatten gestern den größten Absturz seit Oktober. Als Treuhänder fungiert hier Mitsubishi UFJ Investor Services & Banking  (Luxemburg). Die Entscheidung kommt für Anleger überraschend, da der CFO der Bank noch im Februar erklärt hatte, dass die Bank beabsichtige, Coupons für die C.A.S.H.E.S. sowie für AT1-Papiere zu zahlen. 

Hin und Her...
Nun heißt es, die Bedingungen für die Zahlung des Coupons in Höhe von etwa 30 Millionen Euro seien nicht erfüllt, da die Bank 2020 einen Nettoverlust gemeldet habe. Die 2008 begebenen nachrangigen Wandelanleihen sind schon seit langem umstritten und waren bereits Gegenstand eines Gerichtsverfahrens in London. C.A.S.H.E.S. stehen aktuell bei 51,543 Prozent (Mittelkurs laut Bloomberg), dem niedrigsten Stand seit Februar. 

Ansteckungswirkung nicht auszuschließen
Auch das Vertrauen in die AT1-Papiere der UniCredit könnte durch den Schritt beschädigt werden. “Dass sie das nicht bezahlen ist verrückt”, sagt Jerome Legras, Partner und Research-Chef bei ‎Axiom Alternative Investments, einem Fonds, der die Papiere hält, im Talk mit Bloomberg. Und weiter: “Warum sollten wir ihnen bei AT1-Bonds vertrauen?” (kb)

 

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