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Vertrauen in Gold bekommt Risse

Die jüngste Sitzung der US-Notenbank Fed hat dem Goldpreis einen Dämpfer versetzt. Die Zuversicht der Anleger für die weitere Wertentwicklung des Edelmetalls nimmt laut einer Umfrage generell ab.

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© mochisu / stock.adobe.com

Bis zum Sommer 2020 war die Laune bei Goldanlegern glänzend. Doch nun scheint das Vertrauen der Anleger in das Edelmetall zu schwinden – und das trotz der deutlich gestiegenen Inflationsraten. In der vergangenen Woche brach der Goldpreis ein, um fünf Prozent auf 1.770 US-Dollar je Feinunze. Der Hauptgrund dafür, laut einer aktuellen Analyse der Commerzbank: Die US-Notenbank Fed hatte angekündigt, früher aus ihrer Nullzinspolitik aussteigen zu wollen als gedacht. Privatanleger trauen Gold inzwischen nicht mehr zu, die Höhenflüge vom vergangenen Jahr zu wiederholen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) und beruft sich dabei auf eine neue Forsa-Umfrage.

2020 trauten die Befragten in der gleichen Umfrage keiner Geldanlage in den darauffolgenden drei Jahren eine so hohe Wertentwicklung zu wie Gold. Aktuell sank die Zahl der Gold-Befürworter dagegen von 31 auf 23 Prozent. Der neue Favorit der Befragten sind Aktien: Deren Fans sind verglichen zum Vorjahr von 25 auf 32 Prozent gestiegen, berichtet die FAZ. Die Antworten variierten je nach Alter der Befragten. So schenken Anleger im Alter zwischen 45 und 59 Jahren dem Edelmetall tendenziell das größte Vertrauen. Befragte zwischen 18 und 29 Jahren waren Aktien dagegen am ehesten zugetan, während viele Teilnehmer über 59 Jahren keiner Geldanlage mehr so recht vertrauen.

Prognose bleibt optimistisch
Allerdings zeigt die Umfrage auch, dass Vertrauen und tatsächliches Anlageverhalten nicht unbedingt deckungsgleich sein müssen. So sind die nach eigenen Angaben so aktienaffinen 18- bis 29-Jährigen weniger stark in Wertpapiere investiert als 45- bis 59-jährige Anleger. Das schwindende Gold-Vertrauen muss demnach nicht zwangsläufig zu weiteren Verkäufen und damit einem weiter fallenden Kurs führen. Auch die Commerzbank-Analysten sehen im jüngsten Mini-Absturz nur eine vorübergehende Schwäche und halten an ihrer Prognose von 2.000 US-Dollar je Feinunze zum Jahresende fest. (fp)

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