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Value- oder Growth-Aktien? Beides!

Konjunktursensible Aktien im Finanz-, Energie- und Reisesektor erleben einen Wendepunkt: Seit im November 2020 verkündet wurde, dass es einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus geben wird, erholen sie sich immer stärker. Sind jetzt Umschichtungen gefragt?

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© merklicht.de / stock.adobe.com

Wegen des Wiedererstarkens konjunktursensibler Aktien sollten Investoren aber nicht von Wachstums- in Substanzwerte umschichten, raten die Experten von Capital Group.

Value und Growth sind keine Gegensätze
Martin Romo, Aktienportfoliomanager bei Capital Group sagt: „Manche Wachstumswerte sind günstig bewertet und wachsen auch trotz Pandemie immer weiter. Auch klassische Substanzwerte zeigen starke Anpassungsfähigkeit. Value und Growth sind keine Gegensätze.“ So habe Corona Verbraucher und Unternehmen zu Verhaltensänderungen gezwungen. „Das kann für klassische Old-Economy-Firmen eine Chance zur Veränderung sein. Mit Datenauswertungen, Technologie und Analysen können sie ihre Marktstellung nun stark verbessern – und neues, organisches Wachstum generieren“, so Romo. Als Beispiel führt er die bekannten US-Einzelhändler Target oder Costco an, die ihren Onlineumsatz im Corona-Jahr 2020 gegenüber 2019 enorm steigern konnten.

Investoren sollten Blick auch auf die aktuell relevanten Megatrends richten
Insbesondere auf die Halbleiterindustrie und Pharmaindustrie sollte man schauen. Während die Lieferengpässe bei Halbleitern auch künftig zu einer hohen Nachfrage bei geringem Angebot beitragen werden, erlebt die Pharmaindustrie in der Coronakrise ein wahres Wunder der Medizin. Laura Nelson Carney, Gesundheitsanalystin bei Capital Group, sagt zu den Covid-19-Impfstoffen: „So etwas dauert sonst Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Es ist nicht übertrieben, die neuen Impfstoffe als einen der größten wissenschaftlichen Erfolge der letzten Jahrzehnte zu bezeichnen.“ Das zeige, wie viel Innovationskraft in der Branche stecke und lasse darauf hoffen, dass auch andere Medikamententwicklungen einen Schub erhielten.

Auch die in der Krise gebeutelten Dividenden sollten eine Renaissance erleben
Bis zum 31. März 2021 haben 48 der 242 US-Unternehmen, die ihre Dividenden 2020 gekürzt hatten, die Kürzungen rückgängig gemacht, schätzt Wolfe Research – eine gute Nachricht für Investoren mit Bedarf an laufenden Erträgen. Viele Anleger mögen zurzeit Inflationsdruck und steigende Zinsen fürchten. Caroline Randall, Aktienportfoliomanagerin bei Capital Group, hält diese Sorgen aber für übertrieben. „Steigende Zinsen sind für Dividenden oft eine Gefahr. Vor 2023 rechne ich aber nicht damit“, erläutert sie. Mit dem Neustart der Wirtschaft verbessern sich die Aussichten für Unternehmen, die traditionell höhere Dividenden zahlen, etwa für Versorger oder die Getränkebranche. (kb)

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