Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

US-Inflation: Jetzt hebt sie ab

Die US-Inflationsrate startet zu ihrem Gipfelsturm, denn sie steigt im März von 1,7 auf 2,6 Prozent-Notierungen von über zwei Prozent gab es zuletzt in der Vor-Corona-Zeit im Februar 2020. Vor allem die im Jahresvergleich deutlich höheren Ölpreise schlagen sich auf die Teuerung nieder.

teaser.jpg
© Creativa Images / stock.adobe.com

All diejenigen Preise, die im Zuge der ersten Corona-Welle und den verhängten Eindämmungsmassnahmen fielen, lassen nun umgekehrt die Inflationsrate in die Höhe gehen. "In den kommenden Monaten machen sich beispielsweise auch die während der Pandemie massiv gefallenen Flugticketpreise preistreibend bemerkbar", sagt Dr. Thomas Gitzel (Bild), Chefökonom der VP Bank Gruppe. Die Fahnenstange des Preisauftriebs sei deshalb noch nicht erreicht. "Die Inflationsraten werden bis Juli von Monat zu Monat zulegen und dabei auch die Marke von drei Prozent  überspringen."

Vielerorts ruft diese Inflationsentwicklung Sorgen hervor
Die Furcht ist, dass nun aufgrund der fiskalischen und geldpolitischen Hilfen ein Inflationsdamm gebrochen ist. Doch beim Inflationsanstieg handelt es sich um ein temporäres Phänomen. Die Corona-Pandemie hat das Konsumverhalten verändert und damit auch das Preisgefüge massiv durcheinander gewirbelt. Nun muss sich in den kommenden Monaten der Staub legen.

Fed wird - wie versprochen - nicht restriktiver
Die US-Notenbank Fed wird durch die Phase der erhöhten Inflationsraten hindurchschauen und die Geldpolitik nicht restriktiver gestalten. Auf einem anderen Blatt steht indes, dass es der Geldpolitik in diesem Ausmaß vor dem Hintergrund der gewaltigen Rettungs- und Infrastrukturprogramme nicht mehr bedarf. Dr. Gitzel führt aus: "Die Geldpolitik und die Fiskalpolitik ergänzen sich nicht mehr, sie sind zu Substituten geworden. Es ist also durchaus denkbar, dass Fed-Präsident Jerome Powell eine Reduktion der monatlichen Anleihenkäufe in einem Umfeld rückläufiger Inflationsraten in Aussicht stellen wird. Dies könnte etwa im Spätsommer der Fall sein." (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren