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US-Fed: Am Ende nur ein Zinswendchen

Bei Baadermarkets geht man von einem sehr vorsichtigen Kurswechsel der US-Fed aus wenn dieser überhaupt kommt. Wenn sich ein solcher einstellt, sollte diese jedoch bereits 2023 eintreten. Dass die Inflationsängste aus Fed-Sicht nur vorübergehend sind, ist ein wichtiger Punkt dieser Einschätzung.

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Fed-Präsident Jerome Powell versucht in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld den Durchblick zu bewahren.
© greg nash / Bloomberg

Auf ihrer letzten Sitzung hat die US-Notenbank ihre Wirtschafts- und Inflationsprognosen angehoben. Doch sei der Preisdruck weiter transitorisch, nicht nachhaltig und vor allem unsicher. "Damit zeigt sie zwar inflationskümmernde Glaubwürdigkeit, kauft sich aber auch Zeit. Angesichts ihrer weiteren Verpflichtungen für das Wohl Amerikas ist ohnehin weder bei Anleihenaufkäufen noch bei Leitzinserhöhungen eine Rückkehr zur Normalität zu erwarten", heißt es in der aktuellen Analyse von Baadermarkets.

Nix ist fix
In ihren Projektionen geht die US-Notenbank jetzt nicht mehr erst 2024, sondern schon 2023 von einer Zinswende aus. "Um die geldpolitische Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten, muss sie selbstverständlich auf die aktuelle Inflationsbeschleunigung reagieren. Aufgrund der konjunkturellen Unsicherheit, die auch Notenbankchef Powell in seinem Statement nach der Fed-Sitzung „inflationär“ betonte, sind die zwei avisierten Zinsanhebungen jedoch alles andere als sicher. Insofern sollten sie - so Powell - von den Finanzmärkten auch nicht als fest eingeplant betrachtet werden. Tatsächlich streuen die Leitzinseinschätzung der Fed-Mitglieder für 2023 stark." Bei Baader Markets kommentiert man das so: "Die Fed kündigt die Zinswende an, wird aber nur ein Zinswendchen liefern."

Tolerante Fed
"Weiterhin betrachtet die Fed die jüngsten Inflationsanstiege als vorübergehend, auch wenn diese Prognose weniger überzeugend als noch zuletzt vorgetragen wird. Grundsätzlich schätzt die Fed den Preisdruck trotz angehobener Inflationsprojektionen (2021: 3,4 nach zuvor 2,4 Prozent; 2022: 2,1 nach 2,0 Prozent; 2023: 2,2 nach 2,1 Prozent) als insgesamt wenig bedrohlich ein. Ohnehin will sie ja tolerant sein, selbst wenn die Inflation zwei Prozent für einige Zeit moderat übersteigt", so die Einschätzung. (hw)

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