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Uniqa-CEO zum Präsidenten von Insurance Europe gewählt

​Andreas Brandstetter, CEO der UNIQA Group, ist neuer Präsident von Insurance Europe, CEO der UNIQA Group, ist neuer Präsident von Insurance Europe. Sein Mandat erstreckt sich über drei Jahre.

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Andreas Brandstetter

© Uniqa

Bei der Generalversammlung von Insurance Europe, der Interessensvertretung der europäischen Versicherungen und Rückversicherungen, wurde Andreas Brandstetter, CEO von UNIQA Insurance Group AG (UNIQA), vor kurzem in Madrid für die kommenden drei Jahre zum Präsidenten gewählt.

Review von Solvency II, notwendigen Adaptierungen der Regulatorik als Themen
Als Interessensverband der europäischen Versicherungsverbände ist Insurance Europe in einem intensiven Dialog mit den entscheidenden Institutionen der EU. Dazu zählen neben dem EU-Parlament und seinen Mitgliedern insbesondere die Kommissare für Finanzmarkt, Konsumentenschutz und Binnenmarkt sowie die Arbeitsgruppen des Europäischen Rates. Brandstetter: „Ich sehe neben dem bevorstehenden Review von Solvency II sowie notwendigen Adaptierungen bei regulatorischen Vorschriften zwei große Themen für die nächsten Jahre: Einerseits die europaweite Unterversicherung bei Naturkatastrophen, Pensionsvorsorge sowie Cyberrisiken und andererseits die Frage des sorgfältigen Umgangs mit Kundendaten in digitalen Zeiten.“ 

Unterversicherung als gesellschaftliches Risiko
„Unterversicherung bei Naturkatastrophen hat dazu geführt, dass alleine 2017 von 280 Milliarden Euro Schäden ein Drittel durch Versicherungen abgedeckt war. Unterversicherung bei der Pensionsvorsorge bedeutet ein unverantwortliches volkswirtschaftliches Risiko, das Europas Regierungen unseren Kindern und Enkelkindern derzeit aufbürden. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der steigenden Lebenserwartung der Menschheit wird dieser ‚Pensionsgap‘ global auf 59 Billionen Euro geschätzt. Wir wollen Europas Gesetzgeber zur Offenheit ermutigen, im Sinn ihrer langfristigen Verantwortung Lösungen zu suchen und Anreize zu setzen, damit Europas Bürger zur privaten Vorsorge motiviert werden“, so Brandstetter. 

Big Data und Konsumentenschutz
Das große Zukunftsthema heiße Big Data und Künstliche Intelligenz. Brandstetter: „In digitalen Zeiten muss globaler Konsumentenschutz oberste Priorität haben. Für Europas Versicherungen gilt das Grundprinzip, dass ausschließlich unsere Kunden eigenverantwortlich zu jeder Zeit über die Verwendung ihrer Daten entscheiden. Gleichzeitig treten wir aber mit den europäischen Institutionen in einen intensiven Dialog, um sorgfältig darauf zu achten, dass gleiche Spielregeln für alle Marktteilnehmer gelten: also ebenso für Fin- und Insurtechs sowie vor allem für von außerhalb Europas kommende Tech-Plattformen und Tech-Giants.“ (kb)


 

 

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