Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Vermischtes
twitterlinkedInXING

Union Investment: Licht und Schatten im ersten Halbjahr

Auch wenn Union Investment in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein positives Nettomittelaufkommen verzeichnete und das verwaltete Vermögen steigern konnte, ist diese positive Entwicklung doch etwas getrübt, wie ein Blick auf das institutionelle Geschäft zeigt.

Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment
Hans Joachim Reinke, Union Investment
© Union Investment

Trotz der Pandemie und den damit zusammenhängenden Marktverwerfungen und Lock-Downs kann Union Investment im ersten Halbjahr 2020 ein positives Neumittelaufkommen bei den eingesammelten Geldern vorweisen. Die Zuflüsse sind aber erheblich geringer als im Vorjahresvergleich und sanken um mehr als die Hälfte: So flossen der Fondsgesellschaft im ersten Halbjahr insgesamt Nettomittel in Höhe von 4,3 Milliarden Euro zu (1. Halbjahr 2019: 9,0 Mrd. Euro). Das verwaltete Vermögen belief sich per Ende Juni 2020 auf 359,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 349,1 Mrd. Euro).

„Der Lockdown spiegelt sich in der Entwicklung der Assets under Management und dem Neugeschäft im Vergleich zu den Vorjahren wider. Wir sind jedoch insbesondere wegen des starken Privatkundengeschäfts gut durch diese schwierige Phase gekommen“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. „Mit der Unterstützung unserer genossenschaftlichen Partnerbanken ist es uns gelungen, beim Mittelaufkommen besser als erwartet abzuschneiden und dadurch unsere Marktposition trotz Corona weiter zu festigen“, führt Reinke aus.

Privatkundengeschäft hielt sich wacker
Das Privatkundengeschäft erwies sich als tragende Säule des Neugeschäfts. Mit 3,7 Milliarden Euro an Nettozuflüssen war das Neugeschäft fast so stark wie im Vorjahreszeitraum (4,1 Mrd. Euro). Die Assets under Management im Privatkundengeschäft stiegen um 6,4 Prozent auf 158,8 Mrd. Euro (149,2 Mrd. Euro). Weniger gut lief es hingegen im Geschäft mit den Großanlegern, die ihrerseits Liquiditätsbedarf hatten und teilweise Gelder abziehen mussten.

Institutionelle mussten reagieren
Das Neugeschäft im institutionellen Bereich legte netto nur leicht um 0,6 Milliarden Euro (4,9 Mrd. Euro) zu und entwickelte sich wesentlich schlechter als im Vorjahreszeitraum. Trotzdem stiegen die Assets under Management im institutionellen Geschäft auf 201,0 Milliarden Euro (199,9 Mrd. Euro). Während Spezialfonds um 2,9 Milliarden Euro zulegten, gaben institutionelle Publikumsfonds 1,6 Milliarden Euro ab. Aus Advisory und vermögensverwaltenden Mandaten flossen zudem 0,7 Milliarden Euro ab.

Verkäufe…
Rückflüsse waren insbesondere bei Rentenkurzläufern durch Investoren zu verzeichnen, die krisenbedingt einen erhöhten Liquiditätsbedarf hatten. Eine angespannte Risikotragfähigkeit bei Banken- und Versicherungskunden führte zum Abbau risikotragender Anlageklassen bei diesen Kundengruppen. So wurden auch Ausschreibungsverfahren für neue Mandate unterbrochen oder zurückgestellt, erklärt Union Investment.

… und Neu-Engagements
Besonders stark nachgefragt wurden laut Union Investment hingegen Unternehmensanleihen, strukturierte Kredite oder Wandelanleihen. Antizyklisch wurden auch aktiv gemanagte Aktienmandate gesucht. Gefragt waren zunehmend auch alternative Anlagen wie Private Equity oder Immobilien mit dem Schwerpunkt Logistik. Hohen Zuspruch fanden zudem Wertsicherungsmandate und Nachhaltigkeitslösungen.

„Das Absatzergebnis im institutionellen Kundengeschäft ist eine Momentaufnahme der Auswirkungen des Lockdowns. Wir sehen bereits im Juli wieder ein ansteigendes Geschäft“, äußert sich Reinke optimistisch. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren