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Unigestion: Werden Investoren die Aktienkurse hochkaufen?

Für Unigestions Leiter Makro-Research, Florian Ielpo, sprechen gleich mehrere Argumente dafür, dass Investoren wieder in den „Risk On“-Modus schalten sollten. Spiegelbildlich sollten Anleiheninvestoren vorsichtiger werden…

ist Florian Ielpo, Leiter Makro-Research beim Vermögensverwalter Unigestion
Florian Ielpo, Leiter Makro-Research beim Vermögensverwalter Unigestion
© Unigestion

Vor dem Hintergrund, dass die Rezessionsängste vieler Investoren übertrieben sind (siehe HIER den ersten Teil der umfangreichen Markteinschätzung), sieht Florian Ielpo, Leiter Makro-Research bei Unigestion ein besseres Makro-Umfeld als viele andere Asset Manager und ist daher optimistisch für Risikopapiere wie Aktien. Falls Ielpo Recht bekommt, sollten Investoren in den mittlerweile teuren Anleihen auf der Hut sein.

Niedrige Inflation hilft
Die Inflationssituation spielt eine wesentliche Rolle in Ielpo aktueller Makroeinschätzung. Wie von der EZB und unlängst von der Fed dargelegt, enttäuschten die letzten Inflationsdaten, und seit November 2018 sind die Inflationsprognosen kontinuierlich gesunken. In den USA wurden die Inflationsprognosen für 2020 von 2,3 Prozent auf 2,0 Prozent revidiert, während sie in der Eurozone von 1,7 auf 1,3 Prozent sanken

Ielpo sieht aus den genannten Gründen ein geringeres Rezessionsrisiko als der Markt. Die Maßnahmen der Zentralbank sollten für die Anleger weiterhin positiv sein, da die Inflation weiterhin schwach ist. Dies sollte zu einer expansiven Geldpolitik führen, die wachstumsorientierte Vermögenswerte unterstützt

Übervorsichtige Anleger stimmen optimistisch
Der Leiter Makro-Research verweist in seinem Kommentar auf die miese Marktstimmung. Angesichts der bereits erwähnten stützenden Makro-Situation könnte man erwarten, dass sich die Marktteilnehmer positionieren, um von der Fortführung dieses anhaltenden Wachstumszyklus zu profitieren. Unigestions verschiedenen Indikatoren zeigen jedoch, dass die Anleger defensiv positioniert sind.

Das erkennt Ielpo an zwei wesentlichen Elementen. Erstens, wenn man sich das historische Beta einer repräsentativen Gruppe von Multi-Asset-Fonds zu Anleihen und Aktien ansieht, erscheint ein klarer Trend. Seit Juni 2019 haben diese Fonds ihre Exposure in beiden Anlageklassen deutlich verringert.

Multi Asset Fund Beta zu Aktien und Anleihen

Hedging-Kosten gegen einen Marktrückgang sind ein guter Indikator dafür, wie vorsichtig Investoren heute positioniert sind. Die untere Abbildung zeigt Veränderungen der Schiefe der Aktien- und Devisenmärkte – ein Maß für die Nachfrage nach Hedges gegen Marktrückgängen gegenüber Marktanstiegen. Die Nachfrage nach Absicherungen gegen Abwärtsrisiken ist deutlich gestiegen, während Multi-Asset-Fonds ihre Engagements reduziert haben (siehe die Abbildung oben). Die Anleger haben daher das Hedging in jüngster Zeit erheblich erhöht, ein deutliches Zeichen für Pessimismus.

Schiefe des Marktes für Aktienoptionen

Quelle: Bloomberg, Unigestion. Stand der Daten: 30. September 2019.

Unigestion ist optimistischer als der breite Markt
Investoren haben zuletzt Gewinne mitgenommen, aber auch ein hohes Maß an Downside-Hedging zeigt einen Pessimismus, den Ielpo nicht teilt: „Wir sehen diesen Pessimismus als Anlass für einen möglichen aufwärts Squeeze und glauben, dass die Märkte im Laufe des nächsten Quartals ihre Einschätzung der Makro-Situation neu bewerten werden.“

Der hauseigene dynamische Allokationsansatz offenbart ein Zusammenkommen verschiedener Elemente. Das globale Wachstum bleibt akzeptabel und weit entfernt vom Rezessionsniveau. Zugleich spricht die schwache Inflation weiterhin für eine beträchtliche Unterstützung der Zentralbanken. Die Stimmung ist sei daher übermäßig negativ und birgt das Risiko einer schnellen Schwankung der Märkte, wie etwa in der ersten Septemberhälfte. „Schließlich sind wir der Meinung, dass die Märkte die aktuellen Bewertungsrisiken nicht genügend erkennen. Anleihen und andere Hedge-Assets sind teuer, während bestimmte Growth Assets weiterhin fair bewertet sind“, erklärt Ielpo abschließend. (aa)

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