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Ungewöhnliche Analyse: Treibhausgas kündigt Rezession an

Es könnte einen Zusammenhang zwischen der Wachstumsrate der Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre und der Weltkonjunktur geben. Wenn das stimmt, droht im Herbst eine Rezession.

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© Dudarev Mikhail / stock.adobe.com

Dass der aktuelle Konjunkturzyklus weit fortgeschritten ist, steht fest. Wann die nächste Rezession (Phase sinkender Wachstumsraten, die mindestens zwei Quartale anhält) kommt, ist aber schwer vorhersagbar. Unzählige Wirtschaftsdaten werden dazu täglich von Banken, Investmenthäusern, Analyseunternehmen und Wirtschaftsforschern beobachtet und ausgewertet. Die Wachstumswerte der globalen Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid dürften dabei aber nur die wenigsten auf ihrer Rechnung haben. Tatsächlich könnte hier aber ein interessanter Indikator vorliegen, wie der deutsche Analyst und Börsenbriefautor Robert Rethfeld auf seiner Internetseite wellenreiter-invest.de zeigt.


Die roten Pfeile bezeichnen Hochpunkte der CO2-Wachstumsrate, gemessen auf dem Berg Mauna Loa, Hawaii. Betrachtet man die zeitliche Differenz zwischen dem Hochpunkt und der folgenden Rezession, so erhält man eine überraschend gleichförmige Auswertung. Im Durchschnitt liegen zwischen dem Peak der CO2-Wachstumsrate und dem Beginn einer Rezession 2 Jahre und 5 Monate. Die Zeitdifferenz schwankt zwischen 2 ¼ und 2 ½ Jahren. QUELLE: wellenreiter-invest.de

Stellt man die Langzeitdaten der Wachstumsrate der globalen CO2-Werte den Konjunkturzyklen gegenüber (siehe Grafik), wird sichtbar, dass seit Mitte der 70er Jahre rund zweieinhalb Jahre nach einem zyklischen Höchststand des CO2-Anstiegs eine Rezession stattfindet. Die zeitliche Differenz schwankt zwischen zwei Jahren und drei Monaten (Oktober 1977 – Januar 1980) und zwei Jahren und sechs Monaten (September 1998 – März 2001).

Der Markttechniker weist darauf hin, dass dies Zufall sein könne, der Abstand aber so regelmäßig sei, dass ein Zusammenhang plausibel erscheine. Auf wellenreiter-invest.de schreibt Rethfeld: "Geht man weiter in die Geschichte zurück, so lassen sich auch andere Zeitabstände finden. Auf der anderen Seite klingt ein Vorlauf von knapp zweieinhalb Jahren plausibel, wenn man sich vorstellt, dass die wirtschaftliche Dynamik Zeit zum Abkühlen haben muss, bevor sich eine Rezession ergibt.“

Erweist sich der Zusammenhang auch diesmal als konstant, ist damit zu rechnen, dass im Herbst dieses Jahres eine Rezessionsphase beginnt, denn der letzte Höchstwert der CO2-Wachstumsrate wurde im April 2016 ermittelt. (gf)

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