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Und der explodierendste Immobilienmarkt der Welt befindet sich in ...

In vielen Ländern sind die Hauspreise in den vergangenen Monaten extrem gestiegen, zeigt eine Auswertung der Immobilienberatung Knight Frank. Diese Entwicklung birgt gesellschaftlichen Sprengstoff.

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© Nuthawut / stock.adobe.com

In Hamburg eine bezahlbare Immobilie zu finden ist schwierig – in Istanbul ist es dagegen fast unmöglich. Rund um den Globus sind die Hauspreise zuletzt in die Höhe geschnellt, zeigt eine Studie der Immobilienberatung Knight Frank, über die die "Süddeutsche Zeitung“ (SZ) berichtet. Allein zwischen März 2020 und März 2021 waren in 13 Staaten auf dem Häusermarkt Preiszuwächse im zweistelligen Prozentbereich zu beobachten.

Rasantestes Wachstum: Türkei
Am rasantesten sind demnach die Preise in der Türkei gestiegen: Dort steht im Jahresvergleich ein Plus von 32 Prozent zu Buche. Auf Rang zwei und drei folgen Neuseeland und Luxemburg mit rund 22 beziehungsweise knapp 17 Prozent.

Zweistellige Zuwachsraten innerhalb von zwölf Monaten gab es auch in der Slowakei, den USA, Schweden, Österreich, den Niederlanden, Russland, Norwegen, Kanada, Großbritannien und Peru. Deutschland befindet sich mit plus 8,1 Prozent auf Rang 20. Vor allem im Süden und Westen der Bundesrepublik werden Häuser immer teurer. Im globalen Schnitt kletterten die Immobilienpreise im Beobachtungszeitraum um 7,3 Prozent. Das war der stärkste Zuwachs seit Ende 2006, kurz bevor in den Vereinigten Staaten die Subprime-Krise ausbrach und den Immobilienmarkt erschütterte.

Zu wenig Neubau
Die immer höheren Kosten fürs Eigenheim bergen insbesondere in solchen Ländern sozialen Sprengstoff, wo es traditionell nur wenige Mietwohnungen gibt und viele Menschen im Eigentum wohnen, schreibt die SZ. Das ist etwa in den USA der Fall. Die Ursachen für die Preisexplosion sind indes überall ähnlich: Es wird zu wenig gebaut, sodass das Angebot die Nachfrage nicht decken kann. Allein in den Vereinigten Staaten fehlen mindestens 3,8 Millionen Eigenheime. Zugleich wünschen sich seit Corona und Homeoffice-Boom viele Menschen mehr Platz in den eigenen vier Wänden. 

Laut der SZ sind auch Finanzinvestoren Teil des Problems. Immer mehr Pensionsfonds und andere institutionelle Investoren gehen auf dem Wohnimmobilienmarkt auf Renditejagd und konkurrieren bei der Suche nach Kaufobjekten mit jungen Familien. Diese Konkurrenzsituation treibt die Preise weiter in die Höhe. (fp)

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