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Ukraine-Krieg führt - bislang nur - zu einem Mini-Cash-Run

Bargeld ist ein fester Bestandteil der Geldmenge eines Landes und spielt als Zahlungsmittel vor allem in Deutschland weiterhin eine wichtige Rolle. Der Bargeldumlauf selbst stellt einen Krisenindikator dar, da Hortung ein wesentliches Element von Krisenzeiten darstellt.

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Peter Barkow, Geschäftsführer von Barkow Consulting
© Barkow Consulting

Auch als Anlageklasse hat es zunehmend an Bedeutung gewonnen. Darüber hinaus dient es aber auch als sicherer Hafen in volatilen Zeiten und ist damit ein wichtiger Krisenindikator. Insofern war es an der Zeit, einmal zu betrachten, wie sich die Ukraine-Invasion bislang auf den Bargeldumlauf ausgewirkt hat, meint Peter Barkow von Barkow Consulting.

Bargeldumlauf: sprunghafter Anstieg in der Finanzkrise und zu Beginn von Covid19
Bereits zu Beginn der Finanzkrise im September 2008 ist der Bargeldumlauf in Deutschland sprunghaft angestiegen. Innerhalb von sieben Wochen summierte sich dieser Anstieg auf über 20 Milliarden Euro oder ein Plus von 6,8 Prozent. Ähnliches konnte, wenn auch prozentual etwas weniger stark ausgeprägt, zu Beginn der COVID19-Pandemie im März 2020 beobachtet werden. Innerhalb von sieben Wochen betrug der Bargeldzuwachs fast 27 Milliarden Euro respektive 3,5 Prozent.

Deutscher Bargeldumlauf steigt um mehr als 10 Milliarden seit Ukraine-Invasion
Nach Beginn der Ukraine-Invasion legte der Bargeldumlauf innerhalb der drei bislang von der Bundesbank berichteten Wochen um mehr als zehn Milliarden Euro (blaue Linie in der folgenden Grafik) auf aktuell 899 Milliarden Euro zu. Zwar waren die Bargeldzuwächse mit jeweils mehr als vier Milliarden Euro in den ersten beiden Wochen nach Kriegsbeginn die höchsten seit Beginn von Covid19, verglichen mit der Finanz- oder Covid19-Krise ist der Bargeldzuwachs allerdings bislang noch begrenzt. Zudem war er in der jüngst berichteten dritten Kriegswoche mit 1,9 Milliarden Euro auch wieder rückläufig.

Gegenüber dem durchschnittlichen historischen Trend der Jahre 2006 bis 2019 (orange Linie) ergibt sich bislang ein zusätzlicher Bargeldumlauf von 5,3 Milliarden Euro innerhalb von drei Wochen, der der Ukraine-Invasion zugeschrieben werden könnte. Nicht gerade wenig, aber auch nicht wirklich viel.

Bargeldinteresse auch im Internet erhöht
Eine Erhöhung des Bargeldumlaufs ist allerdings nicht automatisch gleichbedeutend mit einer Erhöhung der Bargeldhaltung privater Haushalte. Schließlich könnte das zusätzliche Bargeld ja auch in den Tresoren oder Geldautomaten verblieben sein. Ob sich die Bargeldhaltung privater Haushalte ebenfalls erhöht hat, wird man statistisch gesichert erst in einigen Monaten erfahren. Ein erstes Indiz hierfür könnte allerdings die Entwicklung von Suchanfragen im Internet zu Begriffen wie „Bargeld“ oder „Geldautomat“ sein. Auch hier konnte seit Beginn des Ukraine-Krieges ein merklicher Anstieg beobachtet werden, was für eine vermehrte Bargeldhaltung sprechen könnte. (kb)

 

 

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