Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

Über die Gefahr der Verstaatlichung chinesischer Börsenunternehmen

Aktien chinesischer Technologieplattformen könnten aus Investorensicht vor dem Aus stehen, meint ein Fondsmanager von MainFirst und verkauft sicherheitshalber alle von der Verstaatlichung bedrohte Aktien aus seinem Portfolio. Anleger sollten daher gewarnt sein.

amundi marx
© vkilikov

Die seit vielen Jahren bekannt und immer latent drohende Gefahr scheint dieser Tage immer größer zu werden: Aktionären großer chinesischer Technologieplattformen droht ein Totalverlust aufgrund einer drohenden Verstaatlichung von Unternehmen. Die chinesischen Behörden arbeiten möglicherweise an einem Plan zur staatlichen Kontrolle von Alibaba und der Ant Group wegen mutmaßlicher monopolistischer Strukturen. Auch das Social-Media-Unternehmen Tencent und der E-Commerce-Konzern Meituan stehen nach Berichten im Fokus der Behörden. „Auch wenn das Szenario eines Totalverlustes für Aktionäre großer chinesischer Technologieplattformen durch eine mögliche Verstaatlichung als unwahrscheinlich zu bewerten ist, können wir es aktuell nicht mehr ausschließen", kommentiert Frank Schwarz, Fondsmanager der MainFirst Global Equities Strategie.

Die zunehmende Gefahr eines sogenannten Delisting chinesischer Technologie-Unternehmen an US-amerikanischen Börsenplätzen bringt Schwarz zufolge ebenfalls Kursrisiken mit sich. Die Folge wäre ein Ausscheiden aus großen Aktienindizes, was den automatischen Abzug von passiven Anlagegeldern mit sich bringen würde. „Aufgrund der aufkommenden Zweifel an der Unabhängigkeit der großen chinesischen Technologieplattformen verkaufen wir unsere Positionen.“

Ganz aus den Augen verlieren sollten Anleger Plattformunternehmen aber keinesfalls. „Das drohende Aus für westliche Investoren bei großen chinesischen E-Commerce-Titeln schmälert nicht die generelle Attraktivität der globalen Branche. Plattformen bleiben grundsätzlich ein attraktives Investmentthema, das sowohl in Asien, Europa als auch in den USA zu finden ist", erklärt Schwarz abschließend. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren