Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Vermischtes
twitterlinkedInXING

UBS-Spitze: Österreicher könnte Nachfolger Sergio Ermottis werden

Der gebürtige Österreicher Christian Meissner ist im Gespräch für die Spitze der Schweizer UBS.

Christian Meissner
Christian Meissner, Ex-Investmentbanking-Chef der Bank of America
© Scott Eells / Bloomberg

Die schweizer Großbank UBS, die zu den führenden Vermögensverwaltern weltweit zählt, hat die Vorbereitungen für die Nachfolge von Vorstandschef Sergio Ermotti und Verwaltungsratspräsident Axel Weber eingeleitet. Entsprechende Spekulationen bestätigte Weber in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Ermotti und er selbst seien nach rund acht Jahren in der Bank an einem Punkt angekommen, wo man darüber nachdenken sollte, was man genau plant und wie man die Bank an einen Nachfolger übergibt, so Weber. Die Diskussionen seien aber in einem sehr frühen Stadium, es stünde keine rasche Übergabe an.

Meissner im Gespräch 
Kein Kommentar wollte Weber zu konkreten Personalfragen abgeben. Bloomberg hatte aus gut informierten Kreisen erfahren, dass die UBS in frühen Gesprächen mit Christian Meissner, Ex-Investmentbanking-Chef der Bank of America ist. Demnach soll der gebürtige Österreicher die Nachfolge von Ermotti antreten.

Der 49-jährige Meissner könnte zuerst in die Konzernleitung einziehen und später Ermotti nachfolgen, heißt es. Meissner hatte die Bank of America im vergangenen Jahr nach Meinungsverschiedenheiten verlassen. Er wurde laut Bloomberg in Princeton ausgebildet und startete seine Karriere bei der Goldman Sachs Group. 2003 wurde er von Lehman abgeworben, wo er Verantwortung für das Investmentbanking in Deutschland und schließlich in Europa und dem Nahen Osten trug. Nach dem Lehman-Kollaps war Meissner bei Nomura bevor er zur Bank of America wechselte.

Einer der längstdienenden Vorstandsvorsitzenden
Ermotti, der nach einer Karriere bei Merrill Lynch im Jahr 2011 von der UniCredit zu UBS gekommen war, gilt als einer der längst dienenden CEOs einer europäischen Großbank. Er lenkte den Schweizer Kreditgeber nach der staatlichen Rettung 2008 vom Investment Banking in Richtung Wealth Management.

Auch andere Personen tauchen als Anwärter für Ermottis Nachfolge auf. Darunter Ex-Commerzbank-Chef Martin Blessing und der Amerikaner Tom Naratil, die aktuell als Co-Chefs die Vermögensverwaltungssparte der UBS leiten. (eml)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen