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UBS: Neuer EZB-Vizepräsident ebnet Weidmann und härterem Euro den Weg

In der EZB könnten die Falken bald die Oberhand gewinnen, für höhere Zinsen und damit für einen stärkeren Euro sorgen. Das glaubt die UBS aus der Wahl des neuen EZB-Vize-Präsidenten herauszulesen. Problem: Diese Entwicklung könnte die Märkte am falschen Fuß erwischen.

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© Sergii Figurnyi / stock.adobe.com

Wie einer aktuellen Einschätzung der UBS respektive dem UBS Global Wealth Management zu entnehmen ist, werden die europäischen Regierungschefs am Donnerstag mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den Spanier Luis de Guindos als nächsten Vizepräsidenten der EZB bestätigen. Das könnte massive Auswirkungen haben:

Da Deutschland die Kandidatur Spaniens und nicht Irlands unterstützt, erwartet die UBS, dass Spanien den deutschen Kandidaten Jens Weidmann für die Präsidentschaft der EZB unterstützt. Beide Länder werden von EPP-Parteien (EPP, Europäische Volksparteien) angeführt, die traditionell dazu neigen, sich bei Ernennungen auf europäischer Ebene gegenseitig zu unterstützen. Zusammen kommen sie auf 38 Prozent – und überschreiten damit die Hürde von 35 Prozent für eine Sperrminorität.

Laut UBS-Einschätzung zufolge impliziert dies eventuell eine schnellere EZB-Zinserhöhung: "Ein Weidmann / de Guindos Team könnte eine aggressivere Haltung der EZB bedeuten, als von den Märkten eingepreist, weshalb wir, zusammen mit dem QE-Ausstieg, im letzten Monat eine Euro-Long-Position gegenüber dem US-Dollar eröffnet haben", prognostiziert Ricardo Garcia, Chefökonom der Eurozone bei UBS Global Wealth Management. Die UBS sieht das Währungspaar in drei Monaten bei 1,25, mit einem Anstieg auf 1,30 über zwölf Monate. (aa)

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