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UBS kehrt zu alter Stärke im europäischen M&A-Geschäft zurück

UBS Group hat sich 2020 still und heimlich in der europäischen M&A-Rangordnung vorgearbeitet und steuert auf ihre beste Position seit mehr als einem Jahrzehnt zu.

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© Michele Limina / stock.adobe.com

In diesem Jahr rangiert die Schweizer Bank bisher bei Fusionen und Übernahmen in der Region auf Platz drei, nach Position 14 im entsprechenden Vorjahreszeitraum, zeigen von Bloomberg zusammengestellte Daten.

UBS steht vor ihrem besten Jahr seit 2008
UBS hat ihre Kunden in einem Jahr, in dem der Wert europäischer M&A-Transaktionen um 32 Prozent gefallen ist, klug ausgewählt. Sie war einer der Berater von Siemens Healthineers bei deren 16,4 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von Varian Medical Systems, die am Sonntag angekündigt wurde. Diese gilt als die größte Akquisition im Medizinsektor in diesem Jahr. Einige Berater, die nicht dabei waren, fragen sich insgeheim, wieso das Schweizer Kreditinstitut sie bei einem so hochkarätigen Geschäft geschlagen hat.

Erfolgreich Deals an Land gezogen
Die Bank beriet die erfolgreichen Bieter für das Aufzugsgeschäft von Thyssenkrupp, dem größten Private-Equity-Deal der Region seit zehn Jahren. Sie erhielt auch ein Mandat bei der Übernahme des Asien-Geschäfts von Tesco für mehr als zehn Milliarden US-Dollar - eine Rekord-Transaktion in Thailand. Außerdem beriet UBS bei Alstoms Erwerb des Schienentransportbereichs von Bombardier für 6,2 Milliarden Euro.

Hinter Goldman Sachs Group und J.P. Morgan an dritter Stelle
Es sind Abschlüsse wie diese, die der UBS geholfen haben, in diesem Jahr Konkurrenten wie Morgan Stanley, Citigroup und die Boutique Rothschild & Co. in der europäischen M&A-Rangliste zu überrunden. Vor ihr liegen jetzt nur noch Goldman Sachs Group und J.P. Morgan, die beide auch bei der Übernahme von Varian involviert waren. Der Aufstieg der Schweizer Bank erfolgt nach einer Phase von mehreren Jahren, in der die bekanntesten Namen von der Wall Street einen immer größeren Anteil am M&A-Geschäft in Europa erhielten, da viele der ehemaligen Champions der Region ihre Investmentbanken umstrukturierten.

Investmentbank klug redimensioniert
Nach einem staatlichen Rettungspaket während der Finanzkrise hat UBS ihre Investmentbank auf die Beratung in Kernsektoren sowie das Aktien-Underwriting konzentriert. Dies hat dazu beigetragen, dass sie in Bereichen wie Industrie und Telekommunikation an Dynamik gewinnen konnte. 

Die Bank hat im vergangenen Monat ihren Dealmaker-Bereich umstrukturiert und ernannte im Zuge einiger hochrangiger Änderungen Philipp Beck zum Leiter der M&A-Abteilung für Europa, den Nahen Osten und Afrika. UBS ist auch im globalen Ranking für die Beratung von Fusionen und Übernahmen von Platz 21 im Jahr 2019 auf Platz sechs in diesem Jahr aufgestiegen.

Eintagsfliege oder Anknüpfung an SG Warburg-Zeiten?
Zwar ist es zu früh zu sagen, dass UBS an die Blütezeit von SG Warburg anknüpft - der berühmten Londoner Investmentbank, die sie in den 1990er Jahren übernommen hat. Jedoch ist ihr Aufstieg in der Rangliste in diesem Jahr nicht unbemerkt geblieben. (kb)

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