Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Vermischtes
twitterlinkedInXING

Top-3-Sparkasse beendet Dauerzoff mit Ex-Vorstandschef

Die Sparkasse Köln-Bonn hat den Streit mit ihrem ehemaligen Chef beendet. Der seit Sommer 2018 dienstunfähige Ex-Vorstandsvorsitzende hat sich Medienberichten zufolge mit dem Geldinstitut geeinigt und kehrt nicht mehr zurück.

sparkasse.jpg
© Sparkasse

Er kam, sah – und konnte nicht mehr. Die Sparkasse Köln-Bonn und ihr Ex-Vorstandschef Rüdiger Linnebank, der im Frühjahr 2018 von sehr viel kleineren Sparkasse Vorderpfalz in Ludwigshafen an den Rhein gewechselt war, haben sich nun in einem für beide Seiten unrühmlichen Rechtsstreit geeinigt. Die Parteien stimmten einem gerichtlichen Vergleichsangebot zu, über dessen Inhalt Stillschweigen vereinbart wurde.

Nur so viel drang nach außen: Linnebank scheidet final aus dem Vorstand des Geldinstituts aus, wie die "Kölnische Rundschau" meldet. Damit dürfte die Causa Linnebank für die Sparkasse Köln-Bonn erledigt sein, die ihrerseits Klage eingereicht und Einblick in Linnebanks Krankenakte verlangt hatte.

Der Rechtsstreit hat eine lange Vorgeschichte. Die begann im April 2018, als Linnebank Chef der Sparkasse wurde, die zu den drei größten der Republik zählt. Wegen einer nicht näher erläuterten Erkrankung nahm er jedoch wenige Wochen darauf eine Auszeit und war ab Ende August 2018 nicht mehr "dienstfähig". Das Geldinstitut berief ihn daher im März 2019 als Chef ab und wählte den stellvertretenden Vorstandschef Ulrich Voigt offiziell ins Amt. Linnebank blieb Mitglied des Vorstands und hätte als solches rein rechtlich in das Führungsgremium zurückkehren können, sobald seine Gesundheit wieder hergestellt ist.

Ex-Chef wollte sofort Altersbezüge
Genau das schien der Bankmanager aber gar nicht zu beabsichtigen. Medienberichten zufolge, die sich auf Kreise der Bank berufen, wollte Linnebank mit der Klage zwar erreichen, dass seine Abberufung als Vorstandsvorsitzender zurückgenommen wird. Zugleich verlangte er allerdings, dass der Verwaltungsrat in einem Beschluss feststellt, dass er auf Dauer dienstunfähig leibt. Wäre dem stattgegeben worden, so die Zeitung, hätte er mit sofortiger Wirkung seine Altersbezüge erhalten – ohne in die Sparkasse zurückzukehren. (jb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren