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Tindaro Siragusanos 7Orca AM bereits über eine Milliarde Euro schwer

Ein Jahr ist es her, dass Tindaro Siragusano mit ehemaligen Kollegen von Berenberg einen Vermögensverwalter gründete. Die ersten zwölf Monate dürfen als voller Erfolg gelten. Doch der Asset Manager ruht sich darauf nicht aus – und setzt sich ambitionierte Wachstumsziele.

Tindaro Siragusano, 7Orca Asset Management
Tindaro Siragusano, 7Orca Asset Management: "Für Ende 2019 streben wir ein verwaltetes Vermögen zwischen 2,5 Milliarden und drei Milliarden Euro an."
© 7orca Asset Management

Der Hamburger Vermögensverwalter 7Orca Asset Management, der von acht ehemaligen Berenberg-Mitarbeitern gegründet wurde, verwaltet ein Jahr nach dem Start bereits rund 1,5 Milliarden Euro. Das sagte Vorstandschef Tindaro Siragusano im Gespräch mit Bloomberg News. "Das erste Jahr ist sehr gut gelaufen. Und wir wollen weiter wachsen. Für Ende 2019 streben wir ein verwaltetes Vermögen zwischen 2,5 und drei Milliarden Euro an", sagte er.

Schwerpunkt des neuen Unternehmens sind quantitative Investmentstrategien zur Absicherung von Währungsrisiken, im Fachjargon "Currency Overlay" genannt. In diesem Bereich stecken derzeit 1,4 Milliarden Euro. "Das ist gerade ein ganz heißes Thema wegen der starken Zinsdifferenz zwischen Dollar und Euro", so Siragusano.

Weitere 100 Millionen Euro haben Kunden in eine Short-Volatility-Strategie investiert, knapp die Hälfte davon in einem Publikumsfonds. Siragusano hatte das quantitative Asset Management bei Berenberg geleitet, die Hamburger Privatbank dann aber vor knapp zwei Jahren verlassen.

Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin ist mit an Bord
Zu den Mandanten zählen Altersversorgungseinrichtungen, Versicherungen, Stiftungen und Family Offices. Zudem gibt es zwei strategische Partner: So hat sich das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin mit 13 Prozent an der Firma beteiligt und bereits ein Mandat über rund 300 Millionen Euro erteilt. Mit weiteren 13 Prozent ist der Vermögensverwalter Assenagon bei den Hamburgern eingestiegen. Die restlichen 74 Prozent gehören den Mitarbeitern.

"Bei den Gründern handelt es sich um ein eingespieltes und erfahrenes Spezialisten-Team", sagt Siragusano. Anfangs arbeiteten neun Angestellte bei dem Unternehmen, inzwischen sind es 13. Für das kommende Jahr sind weitere Einstellungen geplant.

BHF-Banker gründen Family Office
Auch andere Banker aus Deutschland, die den Gang in die Selbstständigkeit gewagt haben, konnten zuletzt viel Geld von Kunden einwerben. So betreut beispielsweise das Frankfurter Family-Office Segura & Jesberger, das von zwei Ex-BHF-Bankern gegründet wurde, rund zweieinhalb Jahre nach dem Start ein Vermögen von 1,5 Milliarden Euro, wie Geschäftsführer Thomas Segura vor kurzem im Gespräch mit Bloomberg erklärte.

Die Gründer von 7Orca wollen am Standort Hamburg nahe ihrem ehemaligen Arbeitgeber festhalten. "Der Abstand von der Hektik in Frankfurt und London, die Vogelperspektive – das hat unserer Performance in der Vergangenheit gut getan", so Siragusano. (Bloomberg/bm)

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