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Swisscanto: Auskömmliche Renditen gibt es nur in fernen Landen

Attraktive Zinsen gibt es nicht vor der eigenen Haustür, sagt Swisscanto-Anlageexperte Thomas Kirchmair. Weitblick zahlt sich für Anleihe-Investoren aus.

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In heimischen Gefilden werden Anleihe-Investoren langfristig nicht glücklich. "Das Gute, sprich attraktive Zinsen, gibt es nur noch in Märkten außerhalb Europas", sagt Thomas Kirchmair, Portfolio Manager bei Swisscanto Invest. Internationales Investieren, vor allem in den Schwellenländern, sei mittlerweile zu einem Muss geworden. "Anleihen aus den Emerging Markets gehören zwingend in ein gut diversifiziertes Portfolio", sagt Kirchmair.

Zu den Favoriten des Anlageexperten zählen zum Beispiel Indonesien oder Brasilien. Anleihen dieser Staaten würden über ein sehr attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis verfügen, so Kirchmair. Skeptisch ist er bei Staatspapieren aus der Türkei oder Südafrika. "Diese Staaten haben wir derzeit aufgrund der politischen sowie wirtschaftlichen Entwicklungen untergewichtet", sagt Kirchmair. In Polen ist der Fondsmanager zwar engagiert, beobachtet die Stimmung im Land aber genau. "Eventuell bauen wir Positionen ab, wenn sich das Verhältnis zur EU weiter verschlechtern sollte", sagt Kirchmair.

Investoren sind zuversichtlich
Insgesamt war 2018 kein gutes Jahr für Schwellenländer-Investoren. Rund 90 Prozent aller Assetklassen beendeten das Jahr mit einem Minus. Zuletzt holten die Emerging Markets allerdings wieder auf – in den ersten drei Monaten 2019 notierten fast alle Assetklassen im Plus. "Auch Emerging-Markets-Bonds verzeichneten Kursgewinne", sagt Kirchmair. Die Zuversicht der Investoren ist nach Einschätzung des Experten jedoch eher politisch als ökonomisch motiviert: Für Zuversicht sorgten unter anderem die restriktivere Geldpolitik der Notenbanken sowie die Beruhigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China. (fp)

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