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Stuttgarter Privatbank: Gewinne mitnehmen

Der Leiter Asset Management des Bankhauses Ellwanger & Geiger mit Sitz in Stuttgart empfiehlt Investoren, bei den hoch bewerteten US-Technologieaktien zumindest einen Teil der angefallenen Kursegewinne zur realisieren.

Michael Beck, Leiter Asset Management beim Stuttgarter Privatbankhaus Ellwanger und Geiger
Michael Beck, Ellwanger und Geiger
© Ellwanger und Geiger

Michael Beck, Leiter Asset Management bei Ellwanger & Geiger, warnt davor, dass der Bullenmarkt bei US-Technologieaktien, insbesondere bei Apple, Amazon & Co, nicht endlos gehen kann. Denn inzwischen nehmen die Bewertungen von Unternehmen wie Apple mit nahezu zwei Billionen US-Dollar astronomische Dimensionen an, auch andere „moderne“ Unternehmen wie Tesla eilen von Kursrekord zu Kursrekord.

"This time it`s different..."
Natürlich ließen sich Beck zufolge viele Argumente finden, die die aktuellen Bewertungen rechtfertigen, wie z. B. starkes Wachstum oder historisch niedriges Zinsniveau, um die Meinung zu begründen, dass es „diesmal anders ist“.

Aber auch dieses Mal werde Beck zufolge die extreme Kurs-Hausse in diesem Segment ein Ende finden müssen. Es sei nur noch nicht klar, wann und woher das Ungemach kommt.

Ein möglicher Auslöser könnte von politischer Seite kommen, denn die beständig wachsende Marktmacht der Tech-Riesen ist manchen Politikern ein Dorn im Auge. Insbesondere wenn durch die internationale Aufstellung eine angemessene Steuerzahlung weitgehend vermieden wird.

Das polternde Vorgehen des 45. US-Präsidenten bilde die Blaupause für Auslöser von Kursrückgängen. Denn es stehe nicht zu erwarten, dass China und sein ewiger Präsident Xi Jinping sich dieses Vorgehen gegen chinesische Technologieunternehmen auf Dauer werden bieten lassen.

Ein Beispiel bahnt sich derzeit in Australien an, wo ein geplantes Mediengesetz von Google & Co. verlangen könnte, für News-Beiträge, die auf deren Plattformen verwendet werden, zu bezahlen.

Große Fallhöhe
Die großen Tech-Unternehmen haben an den internationalen Aktienindizes wie dem S&P 500 oder auch den asiatischen Indizes inzwischen so große Anteile, dass eine veritable Kursbereinigung diese Indizes empfindlich treffen würde. Auch wenn es schön sei, sich an Kursgewinnen erfreuen zu können, und man sich gerne an ein höheres Bewertungsniveau aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus gewöhnen möchte – die Börse sei auch heutzutage keine Einbahn-Straße. In einer zukunftsorientierten Anlagestrategie müssten Themen wie z. B. Technologie, Medizintechnik oder Biotechnologie vertreten sein, aber immer in austarierten und moderaten Gewichtungen.

"Und anfallende Gewinne kann man ruhig einmal realisieren, indem man dadurch entstandene Übergewichtungen im Rahmen eines „Rebalancing“ der Positionen abbaut. Dann lassen sich mögliche Kurskorrekturen relativ entspannt verfolgen. Und wenn die Kurse weiter steigen? Dann partizipiert man mit dem Kerninvestment und freut sich weiter an den exorbitanten Kursgewinnen", empfiehlt Beck abschließend. (aa)

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