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Studie: Commerzbank hat größtes CO2-Risiko unter Europa-Banken

Die Commerzbank hat im europäischen Vergleich das Kreditbuch mit der schlechtesten Klimabilanz. Das ist das für die deutsche Großbank ernüchternde Ergebnis einer tiefgehenden Analyse europäischer Geldhäuser von Jefferies Financial Group. Kritiker werfen der Studie aber Mängel vor.

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© Commerzbank

Die Commerzbank als etablierter Finanzier der Realwirtschaft, insbesondere der Industrie und der damit einhergehenden Arbeitsplätze, muss dafür nun Kritik einstecken. Die Privatbank habe zum einen am meisten an Treibhausgas-Emittenten verliehen - gemessen an der Größe des gesamten Kreditbuchs. Zum anderen habe sie laut der Jefferies Financial Group-Studie auch am meisten Kredite vergeben an Firmen, für die die Umstellung auf klimafreundliche Produktion besonders herausfordernd sei. Darüber berichtet Bloomberg.

Banken im Vergleich bei der CO2-Intensitität

Commerzbank plant CO2-Neutralität
Erst im September hat die Commerzbank versprochen, bis 2050 CO2-neutral zu wirtschaften und sich damit zu den Pariser Klimazielen bekannt. Die Bank will bis nächstes Jahr konkretere Zwischenziele vorlegen.

Einen konkreten Kommentar zu der Jefferies-Analyse wollte die Commerzbank nicht abgeben. Ein Sprecher verwies darauf, dass das Kreditbuch des Instituts die Struktur der deutschen Volkswirtschaft widerspiegele, dass sie ihre Kunden beim Übergang zu einer nachhaltigen Produktion unterstütze und die damit verbundenen Kreditrisiken genau kontrolliere.

Vergleich anhand des Kriteriums "Übergangsrisiken"

Studie nennt Gründe
Laut Jefferies ist der Grund für den hohen Anteil von CO2-Emittenten bei der Commerzbank -- ebenso wie bei den zweit- und drittplatzierten Intesa Sanpaolo und UniCredit, der hohe Anteil der Industrieproduzenten unter den Kreditnehmern. Alle drei Banken rühmen sich mit hohen Marktanteilen in genau dieser Kernzielgruppe.

Deutsche Bank sowie Sparkassen und Genossenschaftsbanken fehlen
Die Deutsche Bank ist nicht Teil von Jefferies Analyse-Universum und wurde deshalb auch in dieser Studie nicht berücksichtigt. Auch nicht börsennotierte Banken wie die in vielen europäischen Ländern wichtigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken fehlen. (aa)

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