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Stellenabbau bringt Commerzbank in die roten Zahlen

Das Frankfurter Geldhaus will im Zuge des Konzernumbaus 2.300 Arbeitsplätze streichen. Für den geplanten Jobabbau verbucht die Bank allein im vierten Quartal 2020 Rückstellungen in Höhe von 610 Millionen Euro.

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© Andrey Popov / stock.adobe.com

Die Commerzbank legt weiteres Geld auf die Seite. Im Zuge des Konzernumbaus will oder muss das Institut bis zum Jahr 2024 rund 2.300 Vollzeitstellen streichen. Dafür hat die Bank im vierten Quartal 2020 Rückstellungen in Höhe von 610 Millionen Euro verbucht. Dies berichten diverse Medien, darunter die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und das "Handelsblatt".

"Damit schaffen wir die Basis für zwingend notwendige künftige Einsparungen", erklärte Finanzchefin Bettina Orlopp. Der Schritt dürfte das Ergebnis der Commerzbank im vierten Quartal allerdings stark beeinträchtigen und es – zusammen mit den Belastungen durch die Corona-Krise – in die roten Zahlen drücken, schreibt das "Handelsblatt".

Einigung mit Konzernbetriebsrat
Die Commerzbank, die wegen der Niedrigzinsen und der verschleppten Digitalisierung unter Druck steht, habe sich mit dem Konzernbetriebsrat auf Restrukturierungsmaßnahmen für die Jahre von 2021 bis 2024 geeinigt, berichtet die dpa. Zudem plane die Bank weitere Schritte im Rahmen ihrer neuen Strategie "Commerzbank 5.0", die im ersten Quartal 2021 kommuniziert werden soll. Einzelheiten dazu müssten noch ausgearbeitet und beschlossen werden, habe das Geldinstitut erklärt.

Bei der Commerzbank werden seit längerer Zeit zusätzliche Einsparungen diskutiert. Schon im September 2019 hatte die Bank den Abbau von 4.300 Arbeitsplätzen angekündigt. Investoren gingen die Pläne aber nicht weit genug. Daher bastelt der Konzern seit Monaten an weiteren Sparplänen. Nach dem Rücktritt von Vorstandschef Martin Zielke muss sein Nachfolger Manfred Knof diese ab dem 1. Januar 2021 festzurren.

Aufwendungen von 201 Millionen Euro im dritten Quartal
Bereits im dritten Quartal des laufenden Jahres hatten Filialschließungen und ein Altersteilzeitangebot für Mitarbeiter bei der Commerzbank zu Aufwendungen von 201 Millionen Euro geführt. Daraus sowie aus den neuen Rückstellungen summiere sich der Stellenabbau auf 2.900 Vollzeitjobs, erklärte das Institut der dpa zufolge. 

Wegen des andauernden Konzernumbaus hatte die Commerzbank in den ersten neun Monaten 2020 einen Verlust von 162 Millionen Euro verbucht – nach 681 Millionen Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum. Für das laufende Jahr rechne der Vorstand ohnehin mit einem roten Ergebnis, beichtet die dpa. Dieses dürfte nun noch höher ausfallen, als bisher erwartet. (am)

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