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Schwellenländer und Nachhaltigkeit: Traumpaar oder Albtraum?

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Wir haben unsere Titelauswahl um ein ESG-Signal erweitert, das sich auch auf Schwellenländer anwenden lässt. ESG-Reporting reicht in den Emerging Markets erst bis etwa 2012 zurück, doch seither werden auch dort Scores erhoben, sodass Daten vorliegen.

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Steigende Anleiherenditen werden die Aktienmarktrallye nicht stoppen

Im Zuge der Normalisierung der Geldpolitik haben die Anleiherenditen zuletzt mehrjährige Höchststände erreicht. Vor diesem Hintergrund fragen sich viele Investoren, wie viel länger der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten noch anhalten kann.

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Paul Jackson, Head of Multi-Asset Research bei Invesco PowerShares
© Source

Gewöhnlich werden steigende Anleiherenditen mit sinkenden Aktienkursen in Verbindung gebracht. Neue Analysen von Invesco kommen jedoch zu einem anderen Schluss. Von den 70erJahren bis in die 90er Jahre wäre es tatsächlich nicht klug gewesen, Aktien zu halten, wenn die Anleiherenditen steigen, erklären die Multi-Asset-Experten von Invesco.

Zwei Zeiträume, zwei unterschiedliche Ergebnisse

Seit der Jahrtausendwende  aber seien Anleiherenditen und Aktienkurse gleichzeitig gestiegen. Die Invesco-Experten erklären dieses Phänomen damit, dass die Aktienmärkte jetzt stärker auf die guten Wirtschaftsnachrichten reagieren, die hinter den steigenden Anleiherenditen stehen, als auf den eigentlichen Aufwärtstrend der Renditen.

Welche Faktoren stecken hinter der Korrelation zwischen Aktien und Anleihen?

Die Invesco-Experten haben die Faktoren untersucht, die hinter der Korrelation zwischen Anleiherenditen und Aktienkursen stehen, um nachzuvollziehen, bei welchem Renditeniveau sich die Korrelationssystematik möglicherweise ändert. Ihre Analysen signalisieren, dass Inflation, Wachstum und der Abstand zwischen Anleihe- und Aktienrenditen allesamt eine Rolle spielen, sich Änderungen der Korrelationssystematik aber letztlich am besten durch die Anleiherendite selbst erklären lassen. 

Wo die kritische Anleiherendite-Marke liegen könnte

Ihre Forschungsarbeiten untermauern die Annahme, dass die positive Korrelation zwischen Anleiherenditen und Aktienkursen in eine negative Korrelation umschlägt, wenn die Renditen über ein bestimmtes Niveau steigen. „Aktuell wird befürchtet, dass sich die Aktien-Anleihen-Korrelation ändern könnte, wenn die Inflation anzieht und die zehnjährige Staatsanleiherendite auf drei Prozent zusteuert“, sagt Paul Jackson, Head of Research bei Invesco ETF. Allerdings spräche die Erfahrung der Vergangenheit dafür, dass die Aktienkurse mit den Anleiherenditen steigen werden, bis sich die 10-jährige Rendite der Fünf-Prozent-Marke nähert. 

Teure USA

„Wenn also die Anleiherenditen steigen – womit wir fest rechnen –, dürften auch die breiten Aktienmarktindizes weiter nach oben tendieren“, so Jackson, der allerdings zu Vorsicht rät. So hielten die Investmentexperten von Invesco den US-amerikanischen Aktienmarkt aktuell für sehr teuer und das Aufwärtspotential an diesem Markt daher für begrenzt. Für andere bedeutende Indizes gelte das zwar nicht in gleichem Maße. Neue Enttäuschungen wie die Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion in den USA im Januar könnten jedoch zu einem vorübergehenden Rückgang der Anleiherenditen und Aktienkurse führen.

Aktien-Anleihen-Korrelationszusammenhang sollte sich kurzfristig nicht ändern

Insgesamt rechnen die Multi-Asset-Experten von Invesco aber nicht damit, dass sich die Aktien-Anleihen-Korrelation in absehbarer Zeit ändert. Sie halten die US-Wirtschaft und die globalen Volkswirtschaften für ausreichend stark, dass sich die Normalisierung der Anleiherenditen fortsetzen kann und die Renditen in diesem Konjunkturzyklus noch über ein ‚normales‘ Niveau – was sie bei einer zehnjährigen US-Staatsanleiherendite von 3,0% bis 3,5% erreicht sähen - hinaussteigen. „Zum Glück spricht die bisherige Erfahrung dafür, dass die Korrelation weitgehend positiv bleibt, bis die zehnjährige Rendite die Fünf-Prozent-Marke erreicht hat“, sagt Paul Jackson. „Natürlich werden die Anleiherenditen und Aktienindizes nicht geradlinig steigen und enttäuschende Wirtschaftsdaten – wie sie im zweiten Quartal des Jahres häufig sind – könnten vorübergehende Ausverkäufe auslösen. Wir gehen aber davon aus, dass der Bullenmarkt für Aktien erst mit einem wirklich zyklischen und nicht saisonalen Abschwung der Wirtschaft endet.“ (kb)

 

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